Ein Surfbrett für Anna

Ansturm auf Kindersachenmarkt - Team sucht Helfer

Anprobe ist wichtig: Verkäuferin Eva Matzen (hinten Mitte) kümmerte sich um ihre Kundinnen Anna Rohde (von links, mit Vater Frank) und Emilia Kölbl (mit Vater Ralf). Foto: Dilling

Vellmar. Jedes Jahr das gleiche Bild: Vor dem Suchen nach Spielzeug, Strampelanzügen oder Kinderbett steht die Suche nach einem Parkplatz. Am Sonntag gab es beim tradtitionellen Kindersachenbasar der Vellmarer Kindergärten den gewohnten Ansturm.

„Um Viertel vor acht Uhr standen schon die ersten vor der Tür“, sagte später Bianca Schwendt vom ehrenamtlichen Organsiationsteam. Diese Frühaufsteher warteten in Kälte und Wind geduldig bis 10 Uhr, bis sich die Türen zur Mehrzweckhalle Frommershausen öffneten.

Der weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannte Basar bringt den Kitas einen Geldsegen von 1750 Euro, für die die Fördervereine ein paar Extras anschaffen können. Und sogar die Kasseler Sankt-Joseph-Kirchengemeinde profitiert. Deren Pfarrer Krönung nahm die Reste des Basars mit, um sie Bedürftigen zu spenden.

Im Vorjahr hatte das Orga-Team eigentlich beschlossen, den Basar entspannter anzugehen. Statt 140 Tische sollten nur noch 120 in der Halle gestellt werden, damit das Gedränge in den Gängen nicht so heftig wird. Diesen Plan habe man aber aufgegeben, weil der Ansturm von Verkaufsinteressenten, unter anderem auch aus Göttingen und Hann. Münden, so groß gewesen sei, berichtet Schwendt.

Erneut musste sie eine Warteliste anlegen. Gern würde Schwendt den Kindersachenmarkt auf zwei Tage ausdehnen. Doch dafür wären weitere ehrenamtliche Helfer nötig. Man brauche dringend Verstärkung, sagt die Vellmarerin. Käufer wie Verkäufer schätzen die Vielfalt des Basars, die für guten Umsatz sorgt. Da sind auch Väter mit ihren Kindern auf Schnäppchenjagd. Frank Rohde aus Kassel kaufte seiner Tochter Anna (6) ein Surfbrett für den Sommerurlaub. Rolf Kölbl ais Vellmar ließ Tochter Emilia (6) Badesachen und luftige Kleidchen für den Osterurlaub in Spanien anprobieren: Eva Matzen verkaufte die gut erhaltenen Stücke ihrer Tochter Virginie (10), die ein paar Meter weiter mit Freundin Johanna ihre ausrangierten Spielsachen feilbot. Für den Erlös dürfen sich beide Mädchen etwas Schönes kaufen. (pdi)

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