Sommerfreizeiten des Kreises Kassel für Kinder und Jugendliche ausgebucht

Sylt und Fehmarn sind beliebt

Kreis Kassel. „Reisen Sie mit uns, wir bieten Ihnen viel Leistung zu kleinen Preisen“, wirbt der Landkreis Kassel für sein Freizeitangebot im In- und Ausland.

Ob am Meer oder in den Bergen, für Kinder und Jugendliche sind die Angebote besonders verlockend. In den Sommerferien war das Programm zuletzt ausgebucht. Der auf Einsparungen angewiesene Landkreis legt trotz der guten Frequenz für die Kinder- und Jugendfreizeiten Jahr für Jahr mehr als 30 000 Euro drauf.

Die Teilnehmer tragen ihre Kosten zwar komplett selbst, der Landkreis übernimmt jedoch die Unterkunfts- und Fahrtkosten für die Betreuer, sagt Peter Soltau, Leiter des Fachdienstes für Jugendförderung und Jugendsozialdienst der Kreisverwaltung. Soltau hält das nicht kommerzielle Reiseangebot „auf jeden Fall für richtig und wichtig“. Das habe in erster Linie etwas mit Erlebnispädagogik und Betreuungsqualität zu tun, sagt Soltau. Und weiter: Ein wesentlicher Ansatz des Landkreises sei, die Kinder und Jugendlichen mit Natursportprogrammen unter einfachen Rahmenbedingungen aus ihrer „Komfortzone“ herauszuholen. Soltau sprach auch die Entlastungsfunktion für viele Eltern an, „die eine Zeit lang mal ohne ihre Kiddies sein möchten“.

Nach Auskunft des Landkreises ist die Lust auf das gesunde Fehmarn-Klima mit Sonnenbaden am Strand oder auf zwei Wochen zelten zwischen den Dünen auf Sylt bei den Jugendlichen ungebrochen. Diese Ziele stehen in der Gunst der zehn- bis 15-jährigen Schüler aus dem Landkreis Kassel ganz oben, gefolgt von Freizeiten in Südfrankreich und Schweden mit vielfältigem Natursportangebot.

„Bei den Kindern ist die Zeltfreizeit am Tierpark Sababurg besonders beliebt“, sagte Peter Soltau. Der ausgebildete Deutsch- und Geschichtslehrer führt die gute Nachfrage nach den Jugendfreizeiten auch auf die Leistungen der Betreuungskräfte zurück. Die Reisebegleiter sind entweder selbst Pädagogen oder haben an der Schulung des Landkreises für ehrenamtliche Jugendleiter teilgenommen.

Leichte Rückgänge von 40 Anmeldungen gab es in diesem Jahr erstmals bei den Kinderfreizeiten. Peter Soltau führt das auf die geburtenschwachen Jahrgänge zurück. „Natürlich machen sich bei dieser Zielgruppe auch die immer beliebter werdenden Ferienspiele in den Gemeinden bemerkbar“, sagte Soltau. (ppw) Hintergrund

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