Zum Neujahrsempfang des Tanzklubs Rot-Weiß Kassel kamen 250 Gäste

Tänzer begeisterten mit Fox

Anmut und Athletik: Die Formationstänzer aus Baunatal boten einen spektakulären Auftritt. Foto:  Dilling / nh

Kassel / Baunatal. Neujahrsempfänge ufern oft in endlose Reden aus, der Unterhaltungswert ist da begrenzt. Ganz anders ist das beim Tanzklub Rot-Weiß Kassel. Geredet wird da zwar auch, vor allem aber getanzt. So zeigten dessen Aktive und Tänzer befreundeter Vereine einen schnellen, anmutigen Reigen quer durch die Welt des Turniertanzes: Jive, Tango, Walzer, Fox oder Formationstanz.

Die 250 Zuschauer waren sichtlich begeistert von der Schau, bei der die Tänzer manchmal über das Parkett zu schweben schienen. Vor 85 Jahren wurde der Klub von acht Paaren aus der Taufe gehoben. Heute ist Rot-Weiß mit seinen etwa 380 Mitgliedern, davon allein ein Drittel Kinder und Jugendliche, längst ein Aushängeschild der Region geworden.

Der Verein bringt 30 Turnierpaare aufs Parkett – sogar international. „Sie haben Kassel zu einem Mekka des Tanzsports gemacht. Ihr Verein ist ein guter Botschafter für die Stadt“, sagte der Kasseler Stadtrat Heinz Gunter Drubel in einem Grußwort. Der Verein sei Vorbild in ehrenamtlichem Engagement.

Die Neujahrsbegrüßung nutzte die Vereinsvorsitzende Helga Engelke nicht nur dazu, auf die intensive Nachwuchsarbeit von Rot-Weiß aufmerksam zu machen. Sie warb auch für die Hessischen Meisterschaften, die der Verein am 18. September in der Auepark-Halle ausrichten wird. Sie wünsche sich da volle Ränge, sagte Engelke.

Hohe Besucherzahlen kann der Verein gut gebrauchen. Denn abseits des vielfältigen Lobs für die umfassende ehrenamtliche Arbeit der Klubmitglieder sieht es nicht ganz so rosig aus. Der Verein muss zwei Sportlerheime unterhalten. Die Fahrten zu den Turnieren, der Trainingsbetrieb verschlingen seit Jahren viel Geld. Die Sponsoren seien nicht mehr so großzügig wie früher, sagt Rot-Weiß-Sportwart Harald Wenzel.

Das habe sich beispielsweise bei den Werbeeinnahmen für den Orchideenball stark bemerkbar gemacht. Die Kasseler Stadthalle könne man sich als Veranstaltungsort nicht mehr leisten, deshalb weiche der Verein in die Baunataler Halle aus, weil die nur einen Bruchteil des in Kassel verlangten Mietpreises koste. „Tänzer haben es mit dem Zuspruch hier schwerer als Fußballer“, meinte Ralf Zierenberg von der befreundeten Tanzsportgemeinschaft Baunatal in einem Grußwort. (nh)

Von Peter Dilling

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