Unterschiedliche Entwicklung in einzelnen Gemeinden

Mehr Diebstähle in Fuldabrück: Straftaten im Altkreis Kassel im Überblick

Fuldabrück. Die Zahl der Straftaten in Fuldabrück stieg von 2013 auf 2104 stark an: von 243 auf 308 Fälle. Grund ist vor allem die Steigerung bei den Diebstählen.

So registierte die Polizei 2014 44 Wohnungseinbrüche (im Vorjahr: 18), Schwerpunkt war der Ortsteil Dörnhagen. Hinzu kamen 25 Ladendiebstähle (Vorjahr: zehn), vor allem in den großen Möbel- und Baumärkten.

Helsa

„Hier muss man sich keine Sorgen machen“, sagte Revierleiter Wilhelm Küllmer zur Sicherheitslage in Helsa. Die Zahl der Straftaten sank in allen Bereichen und ging von 136 auf 105 zurück. Nur bei den Rauschgiftdelikten gab es einen Anstieg von null auf sechs Fälle. Dies hänge mit verstärkten Kontrollen zusammen, so Küllmer.

Kaufungen

Trotz eines massiven Anstiegs bei den Diebstählen (von 83 auf 121) hält die Polizei die Situation in Kaufungen insgesamt für nicht problematisch. 490 Taten wurden 2014 registriert (im Vorjahr: 449). Viele der Diebstähle gingen auf zwei Täter aus Kaufungen zurück. Auch die Sachbeschädigungen nahmen zu (von 47 auf 69), so wurde mit dem Luftgewehr geschossen und Haltestellenscheiben zerstört.

Lohfelden

„Keine stark negative Entwicklung“, so charakterisierte Revierleiter Küllmer die Lage in Lohfelden. Die Straftaten stiegen von 600 auf 619 an. 26 Mal wurden Autos aufgebrochen (Vorjahr: 14), die Täter stehen unter polizeilicher Beobachtung. Die Sachbeschädigung sei, auch dank der engen Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der Gemeinde, mit 64 Fällen „auf erträglichem Niveau“. Spektakulär war ein sogenannter Lkw-Robbery, der auf der Autobahn bei Lohfelden aufflog. Dabei fuhren die Täter hinter einem Lkw aus dem Ruhrgebiet her, stiegen bei Tempo 100 in halsbrecherischer Manier unbemerkt von hinten in den Anhänger und luden während der Fahrt die wertvolle Ladung in ihr eigenes Fahrzeug um. In Lohfelden war der Lkw leer.

Nieste

Trotz einer Zunahme der Straftaten von 29 auf 46 liegt die kleine Gemeinde Nieste in Sachen Sicherheit „absolut im grünen Bereich“, so Erster Polizeihauptkommissar Küllmer. Trotzdem schmerzt die hohe Zahl von Wohnungseinbrüchen (16 statt vier im Vorjahr). Eine Tätergruppe sei inzwischen festgenommen worden. Bei einer weiteren Einbruchserie ab Oktober tappe man trotz intensiver Ermittlungen mit Observationen, Kontrolle aller Zufahrtswege und Hubschraubereinsatz noch im Dunkeln.

Niestetal

Die Nähe zur Autobahn 7 und zur Stadt Kassel sind mit Gründe für den Anstieg der Taten in Niestetal (von 327 auf 384). So verdreifachte sich die Zahl der Diebstähle aus Wohnungen von 14 auf 46. Verantwortlich für einen großen Teil war ein einzelner Täter. „Wir haben ihn aber noch nicht“, sagte Küllmer. Im Umfeld der Diskothek A7 und von McDonalds komme es häufig zu Vandalismus und Schlägereien. Dabei sei viel Alkohol im Spiel. In der Kriminalstatistik schlägt sich das so nieder – Roheitsdelikte: Anstieg von 38 auf 46; Sachbeschädigung: Anstieg von 26 auf 41.

Söhrewald

„Absolut unauffällig“ nannte der Revierchef die Lage in Söhrewald. 87 Straftaten regisierte die Polizei im gesamten Jahr 2014, im Jahr davor waren es 87. (hog)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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