Theodor-Heuss-Schule, Stadt und Vereine schließen Vertrag über Sportförderung

Talente in Bewegung

Spiel zur Entspannung: Zum Schluss des Talentprobetrainings tobten die Fünftklässler der THS durch die Max-Riegel-Halle. Batuhan Ün (rechts) versucht hier, einen Schulkameraden hinter der Mauer abzutreffen. Foto: Dilling

Baunatal. Der Ausdauerlauf war richtig heftig, die Geschicklichkeits- und Kraftübungen davor auch nicht ohne: Trotzdem sind Batuhan Ün aus der Klasse 5d und Emily Friedrich aus der 5b der Theodor-Heuss-Schule (THS) beim abschließenden Völkerball noch voller Tatendrang. Die drei Stunden Schulsport, die sie pro Woche haben, finden die beiden viel zu wenig. Emily, die schon mal beim TSV Breitenbach geturnt hat, möchte ihre Fähigkeiten auf verschiedenen Feldern austesten.

Bei dem Talentwettbewerb in der Max-Riegel-Halle konnten Emily, Batuhan und rund 30 weitere Fünftklässler der THS zeigen, was in ihnen steckt. Sie haben gute Chancen, zu dem Kreis der 25 Schüler zu gehören, die ab Februar nächsten Jahres im Rahmen eines zunächst auf eineinhalb Jahre angelegten Pilotprojekts zwei zusätzliche Sportstunden bekommen sollen.

Mit im Boot sind neben der Schule die beiden großen Baunataler Sportvereine, KSV und GSV Eintracht, sowie die Stadt Baunatal, die die Halle für das Zusatztraining kostenlos zur Verfügung stellt. Diese Partner haben jetzt einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Ziel des Projekts ist es, frühzeitig Bewegungstalente unter den Sportlern aufzuspüren und zu fördern. Das biete die Chance, noch mehr international erfolgreiche Athleten, wie beispielsweise die Ausnahmeschwimmerin Annika Mehlhorn, in Baunatal aufzubauen, sagte Bürgermeister Manfred Schaub bei der Vertragsunterzeichnung. Dabei kritisierte der Verwaltungschef, dass das hessische Kultusministerium das mit 125 000 Euro dotierte Programm Sport und Vereine gestrichen habe. „Das können wir nicht verstehen“, sagte Schaub.

Hoher Stellenwert

Die Idee zu dem Pilotprojekt hatten der Sportlehrer Jens Adler und der THS-Referendar Dominik Schaumburg. Schaumburg weist darauf hin, dass andernorts der Schulsport oft einen höheren Stellenwert habe als in Deutschland. In der Schweiz gebe es täglich Sportunterricht. Die Talente sollen sich in ganz unterschiedlichen Disziplinen erproben. Die Vereine unterstützen den Unterricht mit Sportgeräten und fachlicher Beratung.

Von Peter Dilling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.