Künftiger Verkehrsminister will sich noch nicht zu Plänen äußern

Zukunft der A44 zwischen Kassel und Helsa: Al-Wazir hält sich bedeckt

Tarek Al-Wazir

Kaufungen/Helsa/Kassel/Wiesbaden. Hessens künftiger Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hält sich zur Zukunft der A44 zwischen Kassel und Helsa noch bedeckt. Erst nach seiner Wahl am 18. Januar werde er „in Gesprächen mit allen Beteiligten in aller Ruhe nach sachgerechten Lösungen suchen“.

Die Fragen unserer Zeitung zu dem Streckenabschnitt ließ der künftige Minister unbeantwortet. Mit ihnen werde er sich nach der Amtsübernahme „eingehend beschäftigen“. Die HNA wollte wissen, was die Prüfung der „umweltverträglichsten Variante“ bedeuten soll, von der im schwarz-grünen Koalitionsvertrag die Rede ist. Heißt dies, dass die Planung für den rund zehn Kilometer langen Abschnitt nun neu aufgerollt wird? Was sagt Al-Wazir zu Gerüchten, wonach die A 44 lediglich als „Autobahn light“ auf der Trasse der heutigen Bundesstraße 7 realisiert werden könnte? Unbeantwortet lässt der Grünen-Politiker auch die Frage, wann die Landesregierung endlich die aktuelle Planung im Detail vorstellt.

Nach massiver Kritik des Bundesrechnungshofs war die Trassenführung aus dem Stiftswald hinunter ins Lossetal verlegt. Die neue Variante, die jetzt von den Bonner Finanzwächtern geprüft wird, sieht den Rückbau der B 7 zwischen Oberkaufungen und Helsa vor. Außerdem soll die heutige A 7-Anschlussstelle Kassel-Ost in ein Autobahndreieck umgewandelt werden. In Kaufungen, Helsa und den östlichen Stadtteilen Kassels fürchtet man durch die beiden Änderungen eine zusätzliche Verkehrsbelastung.

Hessens Noch-Verkehrsminister, der aus Kaufungen stammende Florian Rentsch (FDP), hat Unmut auf sich gezogen, weil er bis heute die aktuellen Pläne nicht vorgestellt hat. In den Rathäusern tappt man im Dunkeln und sieht die Entwicklung der Kommunen behindert. So kann die Gemeinde Kaufungen seit Jahren nicht über die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen entscheiden.

Von Peter Ketteritzsch

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