Abgeordneter will Auskunft über Zusatzgutachten für Standort Windhausen

Taugen Windwerte nichts?

Niestetal. Taugen die vom Land vorgegebenen Mindestwerte für die Ansiedlung von Windkraftanlagen nichts? Dies will der SPD-Landtagsabgeordnete Timon Gremmels (Niestetal) von der Landesregierung wissen.

Hintergrund der Kleinen Anfrage, auf die die Regierung antworten muss, sind Pläne der mehrheitlich dem Land gehörenden Hessischen Landgesellschaft (HLG), entlang der Kreisstraße zwischen dem Gut Windhausen und der Jugendburg Sensenstein mehrere Windräder zu errichten. Laut Gremmels hat die HLG ein zusätzliches Gutachten in Auftrag gegeben, von dem sich das Unternehmen Aufschluss über die genauen Windwerte auf dem Höhenzug erhofft.

Nach der neuen offiziellen Windkarte ist es an diesem Standort nicht möglich, den Mindestwert (5,75 Meter pro Sekunde in 140 Meter Höhe) zu erreichen. Die Gemeinden Nieste und Kaufungen hatten ihre Pläne für die Errichtung von Windrädern in der Nähe des HLG-Standortes bereits 2012 wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit begraben. In seiner Anfrage thematisiert Gremmels auch die Rolle von Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch (FDP). Als HLG-Aufsichtsratsmitglied stelle Saebisch jene Vorgaben zur Mindestwindgeschwindigkeit in Frage, die sein Ministerium erlassen habe. Wann das Land die Fragen des Abgeordneten beantwortet, ist offen. (ket)

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