Kaufunger Eltern lehnen einfache Baucontainer ab

Tauziehen um Betreuungsräume für Hortkinder

Weiß und einfach: Die Baucontainer sollen noch bunt werden. Sie erhalten auch noch weitere Vordächer, die vor Regen schützen.

Kaufungen. Der Beginn des neuen Schuljahrs an der Ernst-Abbe-Schule in Oberkaufungen war alles andere als geruhsam. Eine Reihe von Eltern beschwerte sich vehement darüber, dass ihre Kinder nachmittags in angemieteten Baucontainern der Gemeinde betreut werden sollten. Das sei unzumutbar.

Auf einer eigenen Internetseite machten sie ihrem Ärger auf eine zum Teil drastische Weise Luft.

Das sei alles nur ein Missverständnis, sagte Kaufungens Bürgermeister Arnim Roß (SPD). Zwar sei ursprünglich tatsächlich vorgesehen gewesen, eine Hortgruppe den ganzen Nachmittag über in den beiden Containern unterzubringen. Man habe sich aber schon während der Ferien entschlossen, die Baucontainer nur kurzzeitig für Bastelgruppen oder Hausaufgabenbetreuung sowie als Reserve zu nutzen.

Alle Beteiligten sind sich anscheinend einig, dass die Container mit zusammen 60 Quadratmetern Nutzfläche für die ständige Betreuung einer Gruppe nicht geeignet sind. „Von außen wirken sie unfreundlich“, räumte die Erste Beigeordnete Doris Bischoff (SPD) ein. Die mobilen Räume seien aber erst in den Ferien angeliefert worden, sagte Roß. Die Schulleitung habe dann kurzfristig angeboten, die für den Container vorgesehene Hortgruppe im Unterrichtsraum der Eingangsklasse der Schule, der ab 13 Uhr frei sei, unterzubringen. So werde jetzt verfahren. Zwei weitere Gruppen würden im Schulpavillon des Landkreises betreut.

Pavillon des Landkreises: So stellen sich Eltern den Betreuungsraum vor.

Die Container hätten nur als Sammelpunkt für die Hortkinder gedient, bis die Einteilung der Gruppen abgeschlossen sei. Der geänderte Plan für die Verwendung der Container sei dem Schulelternbeirat in den Ferien nicht vermittelt worden. „Es tut mir leid, wenn dadurch eine Verunsicherung entstanden ist“, sagte Roß.

Francine Thomas, Vorsitzende des Schulelternbeirats, fragt sich allerdings, wofür die Gemeinde die Baucontainer dann überhaupt noch benötige. Schließlich koste das Steuergelder. Die Eltern hätten sich komfortablere und größere Räume vorgestellt. „Es hätten nicht diese Container sein dürfen“, sagt Thomas.

Die Container und deren Umfeld würden noch verschönert, versprechen Roß und Bischoff. Man benötige sie weiter, um für eine höhere Nachfrage nach Betreuung gewappnet zu sein. Man habe bereits eine Baugenehmigung für weitere Container beantragt.

Die Gemeinde informiert die Eltern am 4. September ab 20 Uhr in der Ernst-Abbe-Schule bei einem Elternabend über die Betreuungssituation. Außerdem erhalten die Eltern einen Info-Brief. (pdi)

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