Uwe Allmeroth liegt seit fast zwei Jahren mit seiner Vermieterin im Streit – Gerichtsurteil Ende Juni?

Tauziehen mit harter Bandage

Kein Gas: Uwe Allmeroth drückt vergeblich

Fuldatal. Uwe Allmeroth drückt auf den Zündknopf seiner Gastherme, doch es tut sich nichts. Draußen im Garten, nur einen Steinwurf von seiner Wohnung entfernt, steht der Flüssiggastank. Doch der Hahn ist zugedreht. Auf die warme Dusche muss die fünfköpfige Familie deshalb verzichten. Ein abgestellter Gashahn ist die jüngste Eskalation in einem Streit zwischen Mietern und Vermieterin, der sich schon zwei Jahre hinzieht und längst vor dem Amtsgericht verhandelt wird. „Das zerrt an den Nerven der Kinder“, sagt Allmeroth.

Unstrittig scheint bei diesem zähen Tauziehen mit harten Bandagen nur zu sein, dass sich in der Wohnung im Erdgeschoss des Hauses, in dem die Allmeroths in Ihringshausen wohnen, Schimmel und Stockflecken gebildet haben. Die Feuchte kommt aus den Wänden und nicht vom mangelnden Lüften der Mieter. So heißt es jedenfalls in einem Sachverständigengutachten (die HNA berichtete). Und dafür spricht auch, dass inzwischen das Mauerwerk der Wohnung von außen freigelegt worden ist. Alles andere ist Gegenstand von gegenseitigen Vorwürfen und Behauptungen. Wer hier recht hat, erschließt sich für den Außenstehenden kaum.

Die Vermieterin behauptet, sie habe die Schäden an der Wohnung ja beseitigen wollen. Doch die Allmeroths hätten das verhindert. Der Vermieteranwalt spricht außerdem von Mietrückständen und nicht geleisteten Nebenkostenvorauszahlungen. Die Vermieterin solle erst mal ordentliche Abrechnungen vorlegen, kontert Allmeroth. Er habe außerdem das Recht, die Miete zu mindern. Der Familienvater wehrt sich auch gegen die Kündigung seiner Wohnung.

Der Richter habe allerdings angeregt, die Allmeroths sollten ausziehen, berichtet der Ihringshäuser. Doch die Familie suche schon lange vergeblich eine Wohnung, sagt Allmeroth. Vielleicht liege das daran, dass der Streit inzwischen im ganzen Dorf herumgegangen sei, mutmaßt er.

Allmeroths Anwalt Christian Franz hofft, dass der Richter Ende Juni ein Urteil spricht. „Meines Erachtens ist die Sache entscheidungsreif“, sagt der Jurist. Möglich sei aber auch, dass noch einmal Beweis erhoben werde. Dann ginge das Ringen darüber, wer recht hat, weiter.

Von Peter Dilling

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