Teldafax-Pleite: Chef von Praxis in Baunatal wartet auf 1000 Euro

Wollte Kosten für die Gasversorgung sparen: Rolf Wehner schloss einen Vertrag mit Teldafax ab und zahlte im Voraus. Jetzt ist das Unternehmen insolvent. Foto: Kühling

Baunatal. Es hatte sich alles so gut angehört: Rund 1000 Euro im Jahr wollte Rolf Wehner mit dem Wechsel vom Energieversorger Eon zu Teldafax sparen. Doch nun kam alles ganz anders: Teldafax mit Sitz in Troisdorf bei Bonn ist inzwischen insolvent. Und Rolf Wehner sieht sein Geld, das er für ein Jahr im Voraus an den größten Billiganbieter im Land zahlen musste, wohl nicht so schnell wieder.

Seit 30 Jahren betreibt Wehner eine Praxis für Krankengymnastik in Baunatal. Im März 2010 entschloss sich der 60-Jährige, den Vertrag für die Gasversorgung der Praxis bei Eon zu kündigen und zu Teldafax zu wechseln. „Ich war glücklich, dass ich das machen konnte“, erinnert sich der Praxischef. Immerhin stand einer Rechnung bei Eon von jährlich 3200 Euro für seinen Betrieb nun ein Betrag von 2200 Euro gegenüber.

Inzwischen steuert Teldafax auf eines der größten Insolvenzverfahren in Deutschland zu. Rund 750 000 Gläubiger und Strom- und Gaskunden warten auf ihr Geld. Einer von ihnen ist Rolf Wehner.

Mit der Pleite des Unternehmens habe er rund 1000 Euro verloren, sagt der Krankengymnast. Auch wenn ihn das ärgere, „für mich ist der Verlust überschaubar“. Aber für all die Privatleute seien 1000 bis 1500 Euro schon sehr viel Geld. „Wer wirft das schon gerne einfach so zum Fenster raus.“

Von Sven Kühling

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