Schönes Wetter bescherte MSC-Fahrradbörse in der Vellmarer Gesamtschule einen großen Ansturm

Mit Tempo zur Schnäppchenjagd

Im Gedränge fündig geworden: Peter Scholtz (rechts) testet für seine Tochter Valerie, ob das neue Mountainbike auch in Ordnung ist. Fotos: Dilling

Vellmar. Punkt 12.30 Uhr öffnen die Helfer des Motorsportclubs Vellmar die Türen zur Fahrradbörse in der Aula der Gesamtschule. Die Schlange ist lang, der Ansturm gewaltig. Peter Scholtz aus Immenhausen kämpft sich mit seiner Tochter Valerie Schützenberger (10) durch die Menschenmenge zu den terrassenförmigen Sitzreihen hoch, auf denen die Drahtesel dicht an dicht aufgestellt sind. 500 Räder und Zubehörteile warten an diesem Samstag auf neue Besitzer, so viele wie lange nicht mehr bei der renommierten Börse.

Ein leuchtend schwarz-rotes Mountainbike sticht den beiden ins Auge. Vater Peter testet die Vordergabelfederung. Valerie drückt prüfend den Bremshebel: 50 Euro soll das gute Stück kosten, ein Schnäppchen. Doch bevor Vater und Tochter das Geschäft perfekt machen können, ist noch mal Stress angesagt. Peter Scholtz hievt das schwere Rad über andere Drahtesel und herumwuselnde Kaufinteressenten hinunter zur Probefahrt auf dem Hof.

Wenige Meter weiter hat sich der Fuhrpark der Räder für die Jüngsten innerhalb einer halben Stunde stark gelichtet. Mona und Volker Ring aus Zierenberg sind froh, noch eins der letzten Schnäppchen ergattert zu haben. Ihr Sohn Tommy sitzt stolz auf seinem 16-Zoll-Rad, es ist das erste richtige Fahrrad für ihn. Werner Praschek, den Vorsitzenden des MSC Espenau-Vellmar, wundert der große Ansturm nicht. Schließlich lade das Bilderbuchwetter zum Radfahren ein, und der MSC halte die Preise bewusst niedrig. Außerdem seien diesmal sehr gut erhaltene Räder dabei. Er habe den Eindruck, dass viele Radler ihre Drahtesel in kürzeren Abständen austauschten als früher.

Der MSC kümmert sich auch um die Sicherheit der Radler. Damit der Fahrspaß nicht bald mit Blessuren endet, ist Polizeihauptkommissar Jürgen Schnittger mit einem Kollegen da. Sie beraten Eltern, ob das ausgesuchte Rad auch wirklich für den Sprössling geeignet ist. Klingel, zwei Bremsen, Scheinwerfer, Vor- und Rückstrahler, rutschfeste Pedalen gehören schon dazu, damit es im Straßenverkehr sicher gesteuert werden kann. Schnittger stellt auch Fahrradpässe aus. Sie helfen der Polizei, nach einem Diebstahl das Rad leichter zu erkennen. (pdi)

Von Peter Dilling

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