Tempo 30 für Lastwagen

A44-Tunnelarbeiten bei Helsa: Belastung der Anwohner hält sich in Grenzen

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Reifenwaschanlage: An der A44-Tunnelbaustelle werden die Lkw gesäubert.

Helsa. Anders als in Friedrichsbrück ist man in Helsa froh über die gesperrte Friedrichsbrücker Straße, auf der nur der Schwerverkehr von der A44-Baustelle rollen darf.

„Man sollte das so lassen“, sagte Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) im Gespräch mit der HNA. Es handele sich um eine kurvenreiche und schwierig zu fahrende Strecke im Wald. Um die Sicherheit für Pkw-Fahrer und Anwohner in Helsa zu gewährleisten, hat die Straßenbehörde Hessen Mobil die Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Ortsvorsteherin von Friedrichsbrück hatte gegen die Sperrung Klage erhoben. Über den Eilantrag wird das Verwaltungsgericht Kassel in Kürze entscheiden.

Die Gemeinde Helsa hatte bei Hessen Mobil eine Geschwindigkeitsbegrenzung beantragt, die auch umgesetzt wurde. Seither dürfen die schweren Lastwagen auf ihrer Rückfahrt zur A44-Baustelle am Westportal des Tunnels Hirschhagen nur Tempo 30 fahren.

„Die Lkw-Fahrer halten sich relativ gut an dieses Tempo“, sagt Küthe. Die Gemeinde habe in einem Zeitraum von drei Wochen mit einem Radargerät jedes Fahrzeug gemessen. „Der Schnellste war mit 37 km/h unterwegs, alle anderen lagen darunter“, sagte das Gemeindeoberhaupt. Auch die Polizei habe gemessen, mit ähnlichem Ergebnis.

Störend sei allerdings der Lärm beim Abbremsen der schweren Lkw auf der Gefällstrecke am Ortseingang von Helsa. „Es ist eine Belastung, aber sie hält sich in Grenzen“, sagte Küthe. Denn die Lkw dürfen hier nur werktags und nur am Tage fahren. Am Wochenende und nachts werde der Erdaushub aus der rund um die Uhr betriebenen Tunnelbaustelle, den die Lkw zur Deponie auf dem Hirschberg fahren, am Tunnelmund zwischengelagert.

Beschwerden aus der Bevölkerung habe es über Lärm durch die Bewetterungsanlage am Tunneleingang in der Waldhofkurve gegeben, berichtete der Bürgermeister. Die Baufirma habe daraufhin eine leisere Pumpe installiert. Mit der Anlage wird durch einen riesigen Schlauch Frischluft in die Tunnelröhren geblasen.

Problematisch sei die Verschmutzung der B7 durch die Baustellenfahrzeuge. Die Lastwagen durchfahren zwar eine Reifenreinigungsanlage, trotzdem sei die Fahrbahn teilweise mit Erde verschmiert. Bei Feuchtigkeit und Frost werde der Untergrund schnell rutschig, meinte Küthe.

Durch die jetzt auch auf Helsaer Seite begonnenen Sprengungen im Tunnel fühlten sich bisher die Anwohner nicht gestört, so der Bürgermeister.

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