Gemeinde zahlt 230.000 Euro

Bürgereck: Wie teuer darf die Sanierung sein?

Steht zur Sanierung an: Das Restaurant des Bürgerecks in Mönchehof, das Ende 2009 von Hermann und Maria Cardoso Lopes übernommen worden war. Foto: Schilling

Espenau. Die Sanierung des Bürgerecks in Mönchehof geht in die zweite Runde. In den Sommerferien beginnen die Arbeiten an der Pächterwohnung und der Gaststätte. Rund 230.000 Euro sind dafür im Haushalt veranschlagt.

Wobei nach Auskunft von Espenaus Kämmerer Albrecht Bertelmann noch nicht sicher ist, ob die gesamte Summe gebraucht wird. Die Ausschreibungen seien rausgeschickt worden.

Schwerpunkte der Arbeiten sind die Wärmedämmung des Gebäudes, der Austausch der Fenster und die Erneuerung des veralteten Eingangsbereiches. Dazu kommen Elektro- und Dachdeckerarbeiten sowie die Erneuerung der Blitzschutzanlage. Auch der Zuschnitt im Inneren der Gaststätte wird optimiert, und nach Auskunft von Bertelmann werden noch rund 20.000 Euro in neues Mobiliar investiert. Darüber hinaus wird ein Zugang zu den Toiletten der angrenzenden Mehrzweckhalle geschaffen, damit die Gäste nicht mehr in den Keller steigen müssen. Die Arbeiten sollen am Ende der Sommerferien abgeschlossen sein.

Halle erster Abschnitt

Im ersten Bauabschnitt wurde 2011/12 schon die Mehrzweckhalle für 120 000 Euro inklusive Fördergeld energetisch saniert. Trotzdem gibt es noch Diskussionen um die Sanierung der gemeindeeigenen Gaststätte Mediterrano und der Pächterwohnung.

Kritiker aus den Reihen der FWG argumentieren, dass die Summe zu hoch sei, um eine Gaststätte in Schuss zu bringen. Auch deswegen, weil die Energieersparnis pro Jahr gerade mal im unteren vierstelligen Euro-Bereich liege. Zudem müsse berücksichtigt werden, dass die 230.000 Euro von der Gemeinde alleine aufgebracht werden müssen, da es keine Fördergelder gebe.

Befürworter wie Espenaus Bürgermeister Michael Wielert (SPD) verweisen darauf, dass Espenau mit dem Bürgereck und der angeschlossenen Mehrzweckhalle „einen Ort für öffentliche Veranstaltungen braucht“. Denn klar ist, dass die zweite Möglichkeit für derartige Veranstaltungen, das Landgasthaus Sandrock in Hohenkirchen, in die Jahre gekommen ist. Wielert verweist auch darauf, dass bei den Haushaltsberatungen alle Fraktionen, also auch die FWG, zugestimmt hätten. Schließlich müsse man dem Pächter auch eine ordentliche Infrastruktur zur Verfügung stellen.

„Nicht im großen Stil“

Die FWG dagegen sieht die Sache kritischer: „Wir haben schon bei den Haushaltsberatungen dafür plädiert, bei dieser Summe nicht gleich im großen Stil zu renovieren, sondern Zug um Zug“, sagt Christa Opfermann. Das bedeute aber nicht, dass die Freien Wähler grundsätzlich gegen die Sanierung des Bürgerecks wären. „Wir können Eigentum der Gemeinde ja nicht verfallen lassen.“ Daher sei die FWG auch für den Erhalt des Bürgerhauses. KOMMENTAR

Von Stefan Wewetzer

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