SPD-Abgeordneter Timon Gremmels stellt Anfrage wegen geplanten Losse-Übergangs bei Sandershausen

Teure Brücke beschäftigt Landtag

Um sie geht es: Die Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die Losse bei Sandershausen ist marode und muss erneuert werden. Für den Neubau sind 250 000 Euro vorgesehen. Archivfoto: Koch

Niestetal / Kassel. Die Frage, wie viel eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer kosten darf, wird jetzt auch Thema im Hessischen Landtag. Hintergrund ist der Streit um den geplanten Übergang über die Losse bei Sandershausen.

Dort soll, wie berichtet, unter der Regie der Stadt Kassel eine Betonbrücke für 250 000 Euro entstehen. In Kaufungen wurde allerdings erst vor wenigen Wochen für 40 000 Euro eine Holzbrücke über die Losse gebaut.

In einer Kleinen Anfrage will der Niestetaler Landtagsabgeordnete Timon Gremmels (SPD) von der Landesregierung wissen, wie der Einsatz von Holzbrücken verkehrsfachlich bewertet wird und ob Holzbrücken für Fußgänger und Radfahrer eine größere Gefahr darstellen als Konstruktionen aus Stahl und Beton.

Außerdem soll sich die Landesregierung, die das noch nicht begonnene Bauprojekt zu 80 Prozent bezuschusst, dazu äußern, ob sie 250 000 Euro für eine 14 Meter lange und 2,50 Meter breite Brücke für angemessen hält. Zudem interessiert sich Gremmels, der auch als Abgeordneter im Niestetaler Gemeindeparlament sitzt, dafür, ob und wie die Landesverwaltung prüft, ob es vergleichbare, aber preiswertere Alternativen gibt.

Stadt verteidigt Betonbrücke

Der Kaufunger Zimmermann Marc Keating, der die sogar überdachte Holzbrücke über die Losse bei Niederkaufungen errichtete, hält es für möglich, bei Sandershausen eine Brücke für weniger als 50 000 Euro zu bauen. Eine gut gebaute Holzbrücke, so Keating, überlebe jede Brücke aus Beton.

Die Stadt Kassel hatte gegenüber unserer Zeitung die Entscheidung für die teurere Variante aus Beton verteidigt und überdies auf den schwierigen Baugrund verwiesen.

HINTERGRUND

Von Peter Ketteritzsch

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