Erdarbeiten gehen voran

Theodor-Heuss-Schule: Anbau verdrängt Schulcontainer

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Jetzt geht es los: Die Arbeiten für den Anbau an die Theodor-Heuss-Schule haben begonnen. Die Stadt Baunatal baut an dieser Stelle für den Landkreis Kassel.

Baunatal. Sehnsüchtig warten vor allem die in vier Containern untergebrachten Schüler der Theodor-Heuss-Schule (THS) auf den geplanten Anbau an ihre Schule. Das milde Winterwetter kommt ihnen nun zugute: Die vor kurzem begonnenen Erdarbeiten an der Westseite des Gebäudes kommen zügig voran.

„Wir liegen voll- im Kosten- und Zeitplan“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn. Bis Mitte August soll der terrassenförmig errichtete Trakt mit acht neuen Klassenzimmern und einem kleinen Besprechungsraum fertig sein. Auf 1,8 Millionen Euro sind die Kosten veranschlagt.

Die THS hat derzeit nur 32 Unterrichtsräume für 43 Klassen. Viele Schüler müssen in Funktionsräumen pauken, oder eben in den Containern vor der Schule. Schuld an der Platznot ist nach Aussage der Stadt die überraschend gute Bevölkerungsentwicklung in Baunatal. Mehr junge Familien, und damit auch viel mehr Schüler, als gedacht, haben sich in der Volkswagenstadt angesiedelt.

Schulleiter Walter Kayser rechnet damit, dass die Schule dieses Jahr insgesamt mehr als 1000 Schüler unterbringen muss. Die Stadt Baunatal hat dem Landkreis als Schulträger mit einem zinslosen Darlehen von zwei Millionen Euro unter die Arme gegriffen. Die Projektgesellschaft des Kreises realisiert den Anbau. Die Bagger haben bereits die breite Treppe zwischen der benachbarten Grundschule am Stadtpark und dem unterhalb gelegenen Schulhof der THS abgerissen.

Die Treppe bildete ein Teilstück des beliebten Verbindungsweges vom Ortskern Altenbaunas zur KSV-Sportwelt und zum Aquapark. Die Route bleibe dennoch weitgehend erhalten, sagte Schulleiter Kayser. Die Stadt habe hinter der Rundsporthalle einen neuen, provisorischen Weg angelegt. Wenn der Anbau steht, soll wieder eine - allerdings schmalere Treppe an dessen Westseite angelegt werden.

Kayser ist mit der Baustelle hochzufrieden. Befürchtungen, der Unterricht im unmittelbar angrenzenden Kunstraum werde durch den Baulärm beeinträchtigt, hätten sich nicht bestätigt. Sogar die lauten Betonarbeiten störten nicht den Unterricht.

Der Anbau wird sich an die südliche Fassade des vorhandenen Schulgebäudes in gleicher Höhe anschließen. Auf der oberen Ebene werden fünf Klassenräume Platz finden, auf der unteren - in der Hanglage - drei weitere. Die untere Ebene erhalte auch einen Ausgang zum Schulhof.

Auf der oberen Ebene werde die Fassade des bestehenden Schulgebäudes durchbrochen und der dort vorhandene Flur in den Anbau verlängert. Für einen barrierefreien Zugang werde gesorgt, sagte Kayser.

Von Peter Dilling

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