Zahl der Übernachtungsgäste auf Areal am Parkstadion steigt – 16 Stellplätze und günstige Preise

550 Tickets für Wohnmobile

Wohnmobilfreunde aus der Region: Gislinde Wagner (von links), Hermann Werner, Gerhard Werner und Ingeborg Heyne sowie (ihnen gegenüber) Christel Werner und Dietmar Heyne tauschen nach dem Frühstück im Freien Reisetipps aus. Archivfoto: Dilling / nh

Baunatal. 550-mal hat im zurückliegenden Jahr ein Wohnmobil-Fahrer ein Stellplatz-Ticket am Baunataler Parkstadion gezogen. Dort gab es seit Frühsommer 2008 zunächst acht Plätze für Freunde der rollenden Apartments, mittlerweile hat die Stadt auf 16 Flächen erweitert. 2008 waren von Mai bis Ende Dezember 207 Tagestickets geordert worden, übers gesamte Jahr 2009 waren es 323.

Wie lange einzelne Besucher bleiben, wird nicht ermittelt. Die Nutzer zahlen vielmehr für jede angefangenen 24 Stunden neu an einem Automaten.

Mit den Zahlen zeigt man sich im Rathaus jedoch zufrieden. Schließlich handele es sich um einen Standort für durchreisende Wohnmobilisten und nicht um ein idyllisches Plätzchen für längere Aufenthalte, so heißt es aus dem Rathaus.

47 500 Euro hat die Stadt insgesamt in die Stellflächen investiert. Geld, das die Gebühren nicht hereinholen: Für 24 Stunden muss man fünf Euro zahlen, für 100 Liter Frischwasser wird ein Euro fällig, eine Kilowattstunde elektrische Energie kostet 50 Cent, Entsorgen von Abwasser zehn Cent.

Knapp 3000 Euro erbracht

2008 flossen so 1400 Euro in die Stadtkasse, 2009 waren es 1615 Euro, 2010 belief sich die Einnahme auf 2735 Euro.

Der Wohnmobil-Platz, der von April bis September Hochsaison hat, wird außerdem bei Veranstaltungen im Parkstadion oder in der Baunataler Innenstadt gern als Übernachtungsquartier genutzt, auch hierbei liegt der Schwerpunkt naturgemäß in der wärmeren Jahreszeit. Und manchmal trifft sich der Club der Baunataler Wohnmobilfreunde, dem nicht nur Fans aus der VW-Stadt angehören, auf dem Areal.

Die Idee, die hinter der städtischen Investition in den Platz steckt, lautet: So eine Übernachtungsstätte bringt Geld in die Stadt, indem Besucher – selbst diejenigen, die nur eine Nacht bleiben – etwas einkaufen, Gasthäuser besuchen oder im Aqua-Park schwimmen gehen. Darüber hinaus werden weitere Reisende durch Mund-zu-Mund-Propaganda auf Baunatal aufmerksam, die vielleicht irgendwann auch für Umsatz sorgen.

Der Platz in der VW-Stadt ist zum Beispiel in zwei Standardwerken für Wohnmobilisten als ordentlich bewertet, dem Reisemobil-Bordatlas und dem ADAC-Stellplatzführer. Ein Vorteil ist zudem, dass Baunatal relativ schnell von den Autobahnen 7, 44 und 49 zu erreichen ist.

Dass noch Potenzial besteht, darauf weisen zum Beispiel Zahlen aus Wolfhagen hin: Dort wurden allein von Januar bis Oktober 2010 über 7000 Übernachtungen registriert.

Von Ingrid Jünemann

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