Tierquälerei in Lohfelden: Jugendliche benutzten Enten als Fußball

Lohfelden. Fünf bis sechs Jugendliche sollen am Freitagabend in Lohfelden zwei lebende Enten als Fußball benutzt und sie über eine Straße hin und her getreten haben. Die Tiere wurde dabei getötet.

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Erschreckender Fall von Tierquälerei in Lohfelden: An einer Bushaltestelle an der Langen Straße haben am vergangenen Freitagabend mehrere Jugendliche lebende Enten getreten. Nach Aussage einer 21-jährigen Frau aus Lohfelden, die das Geschehen im Vorbeifahren beobachtete und die Polizei alarmierte, haben fünf bis sechs Jugendliche mit den Tieren über die Straße hinweg regelrecht Fußball gespielt.

Als die Mitglieder der Gruppe bemerkten, dass sie bei ihrem Tun beobachtet wurden, flüchteten sie nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch unerkannt in Richtung des Freibads. Die Beamten des Reviers Ost, die wenig später am Tatort in der Nähe des Bürgerhauses eintrafen, fanden eine tote Ente auf der Wiese zwischen der Haltestelle und der Söhreschule.

Ein weiteres Tier wurde in einen Mülleimer geworfen. Die Enten, mit denen die Jugendlichen Schindluder trieben, stammen vermutlich von dem nur wenige Meter entfernt liegenden Bürgersee. Nach Angaben der Zeugin handelt es sich bei den Tätern, die alkoholisiert gewesen sein sollen, um Osteuropäer. Nach Informationen der HNA sollen es Russlanddeutsche sein. Die jungen Leute waren laut Polizei zwischen 15 und 17 Jahre alt. Sie trugen weiße T-Shirts.

Die Tat, die gegen 21.15 Uhr begangen wurde, bekamen offenbar zahlreiche Erwachsene mit, schritten aber nicht ein. Sie hätten sich möglicherweise nicht getraut, gegen die Gruppe vorzugehen, sagte die Zeugin. In der Nähe der Bushaltestelle gibt es unter anderem ein Eiscafé und mehrere Restaurants. Die Zeugin selbst hatte ihren Wagen gewendet, nachdem sie die Tat im Rückspiegel beobachtet hatte.

Erst durch ihre weiteren Beobachtungen erhielt die Polizei wertvolle Hinweise auf die Täter. Gegen die unbekannten Jugendlichen wird wegen Tierquälerei und das Töten von Wirbeltieren ermittelt.

Eine solche Tat kann mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstraße bestraft werden.

Hinweise zu diesem Geschehen und zu den möglichen Tätern bitte an das Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel, Tel. 05 61/9100. Die Beamten der Ermittlungsgruppe hoffen, dass sich im Nachhinein doch noch Zeugen zur Verfügung stellen, die diese widerliche Tat beobachtet haben.

Von Peter Ketteritzsch

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