Tag des Sportabzeichens beim OSC Vellmar – Wiederholung nächstes Jahr

Tipps gab’s vom Experten

Kraftakt beim Kugelstoßen: Unter den kritischen Augen von Rainer Schindehütte, (links) Prüfer für Sportabzeichen beim OSC Vellmar, wirft die 55-Jährige Sportlehrerin Birgit Arndt-Rinke aus Kassel die drei Kilogramm schwere Eisenkugel über 5,95 Meter und erfüllt damit deutlich die Voraussetzungen für des Sportabzeichen in ihrer Altersklasse. Fotos: Brandau

Vellmar. Auf den letzten Metern werden Lothar Sterzing die Beine schwer. Da nützt es auch wenig, wenn man ihm zuruft, dass er zur Belohnung ein Bier bekommt, wenn er die vorgegebene Zeit beim 3000 Meter-Lauf einhält. Aus Bier macht er sich nichts, aber das Sportabzeichen, das möchte er schaffen. Schließlich hat der 52-Jährige, der Angehöriger der Wintersportabteilung des Obervellmarer Sportclubs (OSC Vellmar) ist, zuvor schon 15 Mal das begehrte Leistungsabzeichen erworben.

Ihr erstes Sportabzeichen absolvierte Birgit Arndt-Rinke aus Kassel. Ohne Vorbereitungen schaffte die Sportlehrerin an der Fasanenhofschule auf Anhieb alle geforderten Disziplinen. „Ich wollte mich selbst testen und bin glücklich, dass ich es geschafft habe“, sagte die 55-Jährige zufrieden. Dankbar war sie für die die guten Tipps von Rainer Schindehütte, dem Abnehmer für Sportabzeichen beim OSC. Vier vorgeschriebene Disziplinen konnte sie in Vellmar ableisten, dann ging es noch ins Ihringshäuser Schwimmbad, wo sie auch die geforderten 200 Meter in hervorragender Zeit schwamm.

Eine ganz andere Motivation hatte Kristiane Dräger-Gombert. Sie gehört dem FTSV Heckershausen an und wollte spontan das Sportabzeichen ablegen, weil ihre Krankenkasse darauf einen Bonus gewährt. 1976 hatte sie als Zehnjährige bereits ein Sportabzeichen erworben. „Damals fiel es mir noch leicht“, bestätigt die junge Frau. Heute sei es ihr um vieles schwerer gefallen, meint sie, obwohl man aus sehr vielen Disziplinen auswählen könne.

Beim Weitsprung hat es gut geklappt und auch die 50 Meter-Strecke und den 2000-Meterlauf hat sie in der vorgeschriebenen Zeit geschafft. Wenn das Wetter besser wird, will sie auch ihre Schwimmdisziplin im Freibad absolvieren. Nur beim Kugelstoßen hat sich die 44-Jährige Ahnatalerin schwer getan. „Da werde ich wohl noch ein wenig üben müssen“, sagt die Sportlerin lächelnd. Ohne entsprechende Vorbereitung sei es zu schwer, die erforderlichen Voraussetzungen für das Sportabzeichen in allen fünf Gruppen zu schaffen.

„Muss sie auch nicht, denn der OSC Vellmar bietet allen Interessierten, vom Jugendlichen bis ins hohe Alter, jeden Mittwochabend ab 19 Uhr eine Trainingsmöglichkeit auf der Vellmarer Großsportanlage neben der Gesamtschule an“, erklärt Bettina Christ, stellvertretende Abteilungsleiterin im OSC. Für sie war die erste Veranstaltung dieser Art ein voller Erfolg. „Mit Sicherheit werden wir den Tag des Sportabzeichens auch im nächsten Jahr wieder anbieten“, kündigt die Übungsleiterin an.

Von Werner Brandau

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