Fahrer nicht angeschnallt

34-Jähriger stirbt bei Unfall zwischen Helsa und Friedrichsbrück

Helsa/Kassel. Ein 34 Jahre alter Autofahrer aus Kassel ist in der Nacht zu Montag bei einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße zwischen Friedrichsbrück und Helsa tödlich verunglückt. Der Mann starb noch an der Unfallstelle in seinem völlig demolierten Fahrzeug.

Um 3.40 Uhr waren die Rettungskräfte verständigt worden. Die Polizei geht davon aus, dass sich der Unfall schon einige Zeit vorher, vermutlich zwischen Mitternacht und drei Uhr morgens, ereignete. Das verunglückte dunkle Fahrzeug lag außerhalb des Lichtkegels von vorbeifahrenden Autos hinter Büschen Wald.

Fotostrecke: Tödlicher Unfall bei Helsa

Tödlicher Verkehrsunfall bei Helsa

Laut Polizei war der 34-Jährige mit seinem Wagen von Friedrichsbrück in Richtung Helsa unterwegs. Auf der engen, kurvenreichen und teilweise stark abschüssigen Strecke durch den Kaufunger Wald geriet er nach einer Kurve von der Fahrbahn ab. Das Auto überschlug sich mehrfach, überfuhr eine große Baumwurzel, hob ab, fuhr gegen einen Baum um und prallte gegen eine Tanne. Der Fahrer war nicht angeschnallt, er hatte keine gültige Fahrerlaubnis. Ursache für den Unfall war vermutlich nicht angepasste Geschwindigkeit auf der nassen und möglicherweise streckenweise auch leicht vereisten Fahrbahn. Auch ein Wildtier, das die Straße kreuzte, will die Polizei als Grund des Unglücks nicht ausschließen. Ein weiteres Fahrzeug war an dem Unfall nicht beteiligt. Den Helfern und Einsatzkräften, die zur Unfallstelle im dunklen Nadelwald gerufen wurden, bot sich eine gespenstische Szenerie, berichtete der stellvertretende Gemeindebrandinspektuor Thomas Lenz der HNA.

Die Helsaer Feuerwehr sorgte zunächst mit starken Scheinwerfern dafür, dass sich die Helfer ein Bild von dem Geschehen machen konnten. Der Notarzt konnte dem Unfallopfer nicht mehr helfen, der Autofahrer war beim Eintreffen des Rettungsdienstes bereits tot. Die Feuerwehr – 40 Mitglieder der Feuerwehren Helsa und Eschenstruth waren im Einsatz – öffnete das völlig zerstörte Fahrzeug und half das Opfer zu bergen. Da zunächst unklar war, ob sich in dem Unglückswagen auch Beifahrer befunden hatten, wurde der Wald nach weiteren Opfern abgesucht. Ein Gutachter wurde hinzugezogen, um den Unfallhergang zu rekonstruieren. Die Landesstraße war bis 6.35 Uhr für den Verkehr gesperrt.

Von Holger Schindler

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