Kurhessischer Reit- und Fahrverein Kassel lockte viele Gäste an

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Nach der Quadrille: Elena Mauther (16) ritt beim Tag der offenen Stalltür auf dem Gut Freienhagen auf das Publikum zu. Doch Toffifee (7) schaute lieber erst mal nach der Fotokamera.

Fuldabrück/Kassel. Nach der Quadrille, einer Formation mit sechs Pferden mit Musik, reitet Elena Mauther auf das Publikum zu – denn beim Tag der offenen Stalltür wollen die Zuschauer Ross und Reiter ganz aus der Nähe sehen.

Doch ihr Pferd Toffifee (7) scheint zur Freude der Besucher lieber erst mal nachzuschauen, wer da neben ihm steht und Fotos macht. Der Kurhessische Reit- und Fahrverein 1869 Kassel, der bereits seit über vier Jahrzehnten auf dem Gut Freienhagen in Fuldabrück-Dennhausen ansässig ist, hatte am Wochenende zum bundesweiten Tag der offenen Stalltür eingeladen.

Reit- und Therapie-Angebot

Neben Reitunterricht wird dort auch Krankengymnastik mit und auf dem Pferd durch Beate Breuer angeboten. „Wir wenden die Hippotherapie an. Sie wird hauptsächlich bei neurologischen Erkrankungen eingesetzt“, berichtet die Physiotherapeutin. „Zu uns kommen Kinder und Erwachsene.“ Sie haben Behinderungen, leiden an Lähmungen oder haben einen Schlaganfall erlitten. Haflinger Max gehört zu den Therapiepferden. Er gehört Bärbel Dollhopf (24). „Er scheint diese Arbeit zu brauchen“, sagt sie. Pauline Neudert und ihre Freundin Cindy Shakira Stückrath freuen sich darauf, mit Callicantus zu kuscheln, den Paulines Schwester Luisa (15) gerade geritten hat.

Tag der offenen Stalltür in Fuldabrück

Der Fliegenschimmel Berry, dessen Fellfarbe so heißt, weil er zahllose kleine schwarze Punkte hat, durchsucht hingegen erst mal die Taschen von Anna Maria Ubben auf der Suche nach einem Leckerchen.

„Wir versuchen, die Schulpferde nach drei bis vier Jahren in Privatbesitz zu nehmen“, sagt die Pressesprecherin des Vereins. Nach dem Reiten für die Gäste und Stallbesichtigungen konnten sich die Besucher am Waffelstand der Jugendgruppe um Carina Schraub stärken.

Mitglieder des Deutschen Rettungshundevereins (DRV) stellten sich bei Vorführungen vor. Marcus Krause (17) aus Kassel, der mit seinem Amerikanischen Collie Ivan (6) arbeitet, ist der jüngste geprüfte Hundeführer in Nordhessen. Die beiden haben bereits im vergangenen Jahr an zehn Einsatzen der Rettungshundestaffel mitgewirkt.

Von Bettina Wienecke

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