Ahnataler Jugendversammlung sieht gravierende Mängel an der Helfensteinschule – 150 Teilnehmer

Toiletten stinken den Schülern

Große Beteiligung: Rund 150 Kinder nutzten die Gelegenheit, um ihre Meinungen während der Jugendversammlung zu äußern. Fotos: Kisling

Ahnatal. Die Ahnataler Jugendversammlung im Rahmen der Sommerferienspiele ist zum Sprachrohr von 150 anwesenden Kindern und Jugendlichen geworden. Neben den jährlich vorgetragenen, aber kaum zu realisierenden Zielen wie eine Sommerrodelbahn oder ein Schwimmbad in Ahnatal, wurde konkrete Kritik insbesondere an der Weimarer Helfensteinschule geäußert.

Keine Seife und Handtücher

Vor allem an der sanitären Situation wurde das Missfallen der Schüler deutlich, die die Toiletten als zu alt und dringend sanierungsbedürftig bezeichneten und zudem darauf hinwiesen, dass es weder Seife noch Handtücher gebe. Auch sei es notwendig, dass ein Vertretungsplan, wie er in anderen Schulen Gang und Gebe sei, installiert werde und alte und bisweilen kaputte Spielgeräte gegen neue ersetzt werden.

„Leider hat die Gemeinde kaum weitere Einflussmöglichkeiten...“

1. Beigeordneter Ewald Griesel

Ewald Griesel, 1. Beigeordneter der Gemeinde, kündigte als Reaktion auf die zahlreichen Beschwerden ein Gespräch mit dem Landkreis und der Schulleitung an. Zudem solle anhand der vorgetragenen Verbesserungswünsche eine Mängelliste erstellt werden. „Leider hat die Gemeinde kaum weitere Einflussmöglichkeiten, da der Schulbetrieb über den Landkreis geregelt wird“, erläuterte Griesel.

Probleme, die auch auf der Bürgerversammlung ein gängiges Thema sind, betreffen auch die Kinder. So wurde mehrfach auf die mangelhaften Straßenverhältnisse hingewiesen und sich mehr Einsätze des Winterstreudienstes gewünscht.

Traditionell wurde von den Kindern der Wunsch nach mehr Gewerbe geäußert. Eine Eisdiele in Heckershausen, ein Drogeriemarkt und eine Kunstschule stehen in der Gunst der Kinder weit oben. Auch solle die Gemeinde in Infrastruktur wie den Bau einer Sitzplatztribüne an der Heckershäuser Stahlbergkampfbahn oder dem Ausbau der Skateboard-Halfpipe investieren.

Weiterhin gefördert werden sollten die Ahnataler Ferienspiele. Hierbei wurden finanzierte Auslandsseminare für die Betreuer, die Aufnahme von Winterferienspielen sowie der Vorschlag, die Sommerferienspiele an der Nord- oder Ostsee stattfinden zu lassen, geäußert. (ptk)

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