Kaufunger Horst Hoffmann musste knapp unter dem Ararat-Gipfel aufgeben - 7000 Euro für Jugendarbeit

Toller Erfolg trotz kalter Fingerspitzen

Aufstieg zum Landeplatz der Arche: Die Begleiter Hoffmanns auf etwa 4000 Metern Höhe. Im Hintergrund das Gletscherfeld unter dem Gipfel des Ararat. Foto: privat/bf

Kaufungen. Den Gipfel des Ararat hat er nicht ganz erreicht, von der Arche Noah war auch nichts zu sehen, und trotzdem hat der Kaufunger Weltenbummler und Bergsteiger Horst Hoffmann einen tollen Erfolg erzielt: Dank der Sponsoren, die jeden von dem 62-Jährigen erklommenen Höhenmeter honorierten, kamen 7000 Euro für den Förderkreis Kinder- und Jugendarbeit der ev. Kirchengemeinde Oberkaufungen zusammen.

Am Sonntag war Hoffmann ziemlich ausgelaugt von seinem Türkei-Abenteuer zurückgekehrt: Fingerspitzen leicht erfroren, etliche Kilo leichter, vom Darmgrimmen geschwächt - und trotzdem um ein besonderes Erlebnis reicher. „Ich bin so weit gekommen und kann ohne Probleme damit umgehen, den Gipfel nicht geschafft zu haben“, sagte Hoffmann.

Am Montag vergangener Woche hatte er gemeinsam mit 15 anderen Teilnehmern der Hauser-Exkursion den Fuß des Ararat in 2200 Meter Höhe erreicht. 1000 Meter Aufstieg zum Basislager folgten. Am Dienstag ging es zur Akklimatisierung noch einmal 1000 Höhenmeter hinauf - und nach einigen Stunden wieder hinunter.

Am Mittwoch wurde schließlich die Ausrüstung auf 4200 Meter Höhe geschafft. Da war der Kaufunger vom Durchfall schon ziemlich platt, ernährte sich nur noch von Keksen, Suppe und Imodium.

Am Donnerstag ab 1.30 Uhr dann der Gipfelsturm mit Stirnlampen bei stürmischem Wind über Geröll ins Gletscherfeld hinein. In einer Höhe von 5020 Metern waren die Kräfte Hoffmanns aufgebraucht. Die letzten Meter zum nach neuester Vermessung nur 5137 statt 5165 Meter hohen Landeplatz der Arche Noah schaffte er nicht mehr.

Trotzdem: Die Sponsoren zahlten gern für 2850 Höhenmeter, Hoffmann spricht von der Faszination des Ararat.

Und er will sich dafür einsetzen, dass die hässliche Müllhalde rund ums Höhenlager verschwindet, um den Zauber des solitär stehenden Vulkans auch für nachfolgende Bergsteiger zu erhalten. (tom)

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