Tag der offenen Töpferei: Blick hinter die Kulissen einer Kaufunger Werkstatt

Aus Tonklumpen wird Tasse

Spannend: Aus einem Klumpen Ton wird etwas Wunderschönes. Während Reinhild Alber arbeitet, schauen Jakob Alber (12, von links), Carlotta Klusmeier (9) und Lyn Alber (10) zu. Foto:  Grigoriadou

Kaufungen. Behutsam streicht Reinhild Alber über den feuchten Ton unter ihren Händen. Langsam nimmt der Klumpen Form an. Sachte, mit etwas Druck und viel Feingefühl formt sie eine Schüssel. Und dann passiert es: „Typischer Vorführeffekt“, sagt die Keramikerin, lacht und zeigt auf einen Knick im feuchten Ton.

Schauen, anfassen, staunen

Altes Handwerk neu erleben hieß es beim Tag der offenen Töpferei. Schauen - anfassen - staunen war das Motto, unter dem 500 Töpfereien in ganz Deutschland Einblick in ihre Werkstätten gaben. Die Kaufunger Töpferei Reinhild Alber & Frank Breiter gehörte dazu.

„Uns ist es wichtig, dass die Leute erfahren, was alles dazugehört, um zum Beispiel eine Tasse zu töpfern“, sagt Reinhild Alber. „Der Töpferei-Bonus ist: Die Leute wissen, woher die Ware kommt. Zwischenhändler gibt es nicht.“

Was muss alles gemacht werden, damit aus einem Klumpen Ton eine fertige Tasse wird? Wie sehen einzelne Schritte aus? Wie ziehe ich einen Henkel? Für Kornelia Rissmann aus Kassel ist ein Blick hinter die Kulissen einer professionellen Werkstatt interessant, weil sie selbst töpfert. „Nur für den Hausgebrauch“, sagt sie und lacht.

Während die Erwachsenen sich im großen Arbeitsraum umschauen, töpfern die jüngsten Besucher etwas weitaus Exotischeres. Einen großen Drachen, der auf einem langen Holztisch liegt und mit Streichhölzern gespickt wird. „Die Köpfe der Streichhölzer müssen schön dicht nebeneinander stehen“, erklärt der zehnjährige Lyn. „Wenn es dunkel wird, zünden wir die Streichhölzer an und es gibt ein tolles Feuer.“ Kontakt: Töpferei Reinhild Alber und Frank Breiter, Tel. 0 56 05/92 94 20 oder frank.breiter@freenet.de www.tag-der-offenen-toepferei.de

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