Neubau von Steuerberaterpraxis verändert Ortseingang von Altenritte

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Markantes Gebäude: Den südlichen Ortseigang von Altenritte prägt nun ein dunkles Bürogebäude im Bauhausstil, gebaut von der Steuerberaterpraxis Jakob. Im Hintergrund rechts ist der Tegut-Markt an der Wilhelmshöher Straße zu erahnen.

Baunatal. Der Kontrast könnte kaum größer sein: Ein schnörkelloses Gebäude nach Bauhausart, moderne Büromöbel im puristischen Stil – und dann ein Wiener Café. Dunkelbraunes Holz, Bugholz-Stühle und samtbezogene Kanapées erwarten den Besucher als Überraschungsmoment, wo ansonsten harte Zahlen und Fakten dominieren.

Das neue Torhaus von Altenritte, der Anbau an die Steuerberaterpraxis Jakob, ist fertig.

Das Gebäude gibt den südlichen Ortseingang von Altenritte ein neues, städtischeres Gesicht – auch zur Freude der Baunataler Kommunalpolitiker. Damit geht einher, dass die drei Steuerberater der Familie Jakob – Vater Hans Günter, Sohn Christoph und Tochter Johanna – zusammen mit Partner Armin Döring das Betätigungsfeld und die Mitarbeiterzahl des Unternehmens erweitert haben und weiter expandieren wollen.

Zurzeit arbeiten 31 Menschen in Alt- und Neubau, mittelfristig sollen es 40 werden. Auch das kommt im Rathaus gut an.

„Vom Erdbeerfeld zum globalen Dienstleister“, so beschreibt Hans Günter Jakob (62) die Entwicklung. Auf dem Gelände bauten seine Eltern bis 1966 die roten Früchte an. Nun stößt die Praxis zunehmend in internationale Gefilde vor, berät zum Beispiel VW-Leute, die in China oder Brasilien arbeiten. Die zweite Jakob-Generation mit Christoph (36) und Johanna (33) bringt dafür internationale Erfahrung aus dem Studum und den Berufsanfängen mit.

1,3 Miollionen Euro hat die Grundstücksgemeinschaft Jakob GbR in den Neubau investiert – die Ausstattung nicht mitgerechnet, dazu will man keine Zahlen nennen. Zum Innenleben gehören als Namensgeber der Besprechungsräume großformatige Sportfotos, die für die Kontinente stehen – Tischtennis für Asien, Football für Amerika oder Segeln für Australien.

Neben der weltweiten Ausrichtung sollen sie die Tugenden des Leistungssports – Einsatz, Spezialisierung, Konzentration – widerspiegeln, denen sich die Jakobs geschäftlich wie privat verbunden fühlten, sagt der Senior.

Hans Günter Jakob ist vielen Baunatalern als Radrennsportler, Golfer und Vizepräsident des KSV Baunatal bekannt. Und: „Bis auf Reiten gibt’s nichts, was ich nicht gemacht habe.“ Alle drei Jakobs besitzen die Skilehrer-Lizenz.

22 Parkplätze

22 Parkplätze gibt es nun an dem zweiteiligen Komplex, dessen Fläche von 550 auf 1300 Quadratmeter gewachsen ist. Sieben Büros – ein Teil als Reserve für künftige Mitarbeiter – sowie drei Beratungszimmer und ein Veranstaltungsraum mit maximal 100 Plätzen und einer schicken Bar kamen hinzu.

Das Wiener Café übrigens ist als Warteraum gedacht, außerdem für Mandantengespräche am Kamin. Und eine Verbindung von Plüsch und Purismus gibt es dann doch: Alle Stühle, die altbewährten ebenso wie die modernen, stammen von der berühmten Firma Thonet.

Von Ingrid Jünemann

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