Schauenburger Märchenwache lockte mit Lesung auch Hobby-Gärtner an

Tote Fische statt Kompost

Fachsimpelei unter Hobby-Gärtnern: Norbert Kraft (links) und Helga Gantsche (rechts) im Gepräch mit der Autorin Kat Menschik. Foto: Dilling

Schauenburg. Helga Gantsche aus Fuldabrück ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Doch die Tomatenaufzucht bringt sie jedes Jahr zur Verzweiflung. „Die jungen Pflanzen bekomme ich von meinem Bruder. Doch geklappt hat es noch nie so richtig“, sagt sie. Die Braunfäule raffte die Früchte dahin, bevor Gantsche ernten konnte.

Die Fuldabrückerin gehörte zu den Hobby-Gärtner, die sich am Wochenende in der Schauenburger Märchenwache von einer Lesung Lösungen für ihre grünen Probleme erhofften: Die Illustratorin und Hobby-Gärtnerin Kat Menschik stellte dort vor geschätzten 40 Besuchern ihr neues Gartenbuch vor. Den Tipp der Autorin für ihre Tomaten fand Gantsche verblüffend: Sie solle einfach31 tote Fische zwischen den Pflanzen vergraben, sagte Menschik. Hobby-Gärtner Norbert Kraft aus Großenritte musste über diesen Rat dagegen eher schmunzeln. „Vielleicht sollte man in unserer Region lieber ahle Wurst zum Düngen verwenden“, meinte er - nicht ganz ernst gemeint. Er selbst schwört auf normalen Kompost und Tomatensorten, die kleine Früchte tragen. Das habe bisher immer geklappt, berichtete er.

Gut fand Kraft den Vorschlag Menschiks, Anzuchttöpfe selbst aus Zeitungspapier herzustellen, weil diese verrotten und keinen Abfall produzieren. Offen bleibe aber, ob die Druckerschwärze gut für den Gartenboden sei. Im übrigen erkannten Gantsche und Kraft ihre Gärtnerarbeit in den Geschichten Menschiks wieder. Da lägen Lust und Frust dicht beeinander,sagte Kraft. Es sei schon entmutigend, wenn man wochenlang seine Kohlrabipflanzen päppele und dann das Gemüse „für 30 Cent im Supermarkt angeboten“ finde. „Natürlich schmeckt der selbst gezogene Kohlrabi viel besser“, tröstet sich der Hobby-Gärtner. (pdi)

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