Tour der Hoffnung: Spendenschub aus Baunatal

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Fahrrad-Korso kam am Zentralen Busbahnhof an: Die Benefizradler in ihren grünen Trikots aßen dort zu Mittag.

Baunatal. Grün ist die Hoffnung, lautet eine Redensart. Auf dem Zentralen Busbahnhof (ZOB) in Baunatal hat es sich am Samstag bewahrheitet:

Der große Platz war in ein Meer aus grünen Trikots getaucht, 200 Radfahrer der Tour der Hoffnung hörten zu, als der – ebenfalls mitfahrende – Baunataler Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) das Spendenergebnis für die Stadt verkündete: 10 000 Euro. Das ist eine sehr gute Nachricht für krebskranke Kinder aus der Region, die von den Spenden profitieren werden. Bis Freitag hatten die Benefizradler bereits rund 1,5 Millionen Euro an Spenden eingenommen. In Baunatal waren im vergangenen Jahr nur bescheidene 500 Euro zusammengekommen. 

Bürgermeister Schaub hatte versprochen, diese Summe beim nächsten Mal zu verzehnfachen. Das wurde nun bei Weitem übertroffen. Dieses Ergebnis wurde möglich, weil einige größere Spenden hereinkamen, aber auch viele kleine Einzelspenden. Petra Behle, Olympiasiegerin im Biathlon und Botschafterin der Tour, versprach den zahlreichen Schaulustigen, die Volksfeststimmung auf dem ZOB verbreiteten: „Wir kommen wieder.“ 

Wichtig sei, alle ins Boot zu holen, wenn es um die Hilfe für schwerkranke Kinder gehe. Behle moderierte gemeinsam mit Marina Kielmann, Vize-Europameisterin im Eiskunstlauf und Vize-Weltmeisterin im Rollkunstlauf, den Empfang auf dem ZOB, bei dem sich Fahrer mit einem Nudelgericht aus den Töpfen der Korbacher Johanniter stärkten. Die Benefizradler, unter denen auch die Baunataler Ausnahmeschwimmerin Annika Mehlhorn und zahlreiche Weltmeister, Olympia- und Europameister, freuten sich sichtlich über den herzlichen Empfang der Baunataler bei strahlendem Sonnenschein. 

Mit dem Publikum und den Blasmusikern des GSV Eintracht Baunatal reihten sie sich in eine ausgelassene Polonaise ein. Geraldine Olivier, die Schweizer Sängerin und Tour-Botschafterin, sang Hits. „Ein tolles Erlebnis“, sagte der Benefizradler Dr. Rolf Eschtruth aus Mühldorf, der bei der Station in Baunatal seinen 70. Geburtstag feierte. Er finde es gut, dass in der Region bereits Kinder für Probleme von schwerkranken Altersgenossen sensibilisiert werden, sagte er. „Die Baunataler verstehen, so etwas aufzuziehen. Das ist sehr gelungen“, sagte Christina Bartholmei, die mit ihrem Mann Dieter den fröhlichen Empfang für die Benefizradler verfolgte.

Von Peter Dilling

Tour der Hoffnung in Baunatal

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