Entwicklungskonzept

Entwicklungskonzept: Helsa soll modern und lebenswert bleiben

Bleibt geschlossen: Die Gemeinde Helsa kann sich den Betrieb des Freibads nicht mehr leisten. Wenn sich kein privater Investor findet, bleibt das Schwimmbad geschlossen. Archivfoto: Schindler

Helsa. Modern und lebenswert – das soll Helsa auch in Zukunft sein. Ein integriertes kommunales Entwicklungskonzept (Ikek) soll dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen.

Helsa wurde gemeinsam mit Nieste Ende 2012 in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen aufgenommen. Die Bürger sind an der Entwicklung des Konzeptes beteiligt. Kürzlich fanden in den Helsaer Ortsteilen Auftaktveranstaltungen statt, um die Situation zu analysieren und Projektideen zu sammeln.

Ein Ziel ist, die Infrastruktur zu erhalten und auszubauen. Mit der Nahversorgung sind die Bürger großenteils zufrieden. Sie ist in allen Ortsteilen mit Händlern vor Ort, mobilen Händlern und Lieferservice gewährleistet. Für St. Otilien und Wickenrode wären jedoch Lebensmittelmärkte wünschenswert, sagt Bürgermeister Tilo Küthe (SPD), „vor allem für ältere Menschen, die nicht mehr mobil sind“.

Diskutiert wurde auch das leer stehende frühere Tegut-Markt am Bahnhof in Helsa. „Es wäre schön, wenn es dort wieder einen Pächter gibt“, sagt Küthe. Vorstellbar sei es, dort nicht nur einen Lebensmittelmarkt anzusiedeln, sondern weitere Geschäfte für „ein attraktives Einkaufszentrum“.

Tilo Küthe

Die Bestandsaufnahme hat gezeigt, dass auch eine gute Infrastruktur aus Vereinen, Treffpunkten, Gaststätten, Kindergärten, Grundschulen, Seniorenheimen, Ärzten und öffentlichem Nahverkehr besteht. „Wir sind gut aufgestellt Das wollen wir erhalten und, wo es notwendig ist, weiter ausbauen“, sagt Küthe. Kritik wurde von den Bürgern an der Schließung des Helsaer Freibades geübt. „Es ist für uns nicht mehr zu finanzieren“, entgegnet Küthe. Er hofft, einen Investor zu finden, der das Bad erhält und zugänglich macht – „beispielsweise einen Betreiber eines Sportstudios oder Saunabetriebes“.

Besorgt sind die Bürger in Eschenstruth, St. Otilien und Wickenrode über Leerstände in den Ortskernen, laut Küthe handelt es sich meist um Fachwerkhäuser. Die Gemeinde will das Dorfentwicklungsprogramm für Rückkauf und Rückbau der Gebäude nutzen, um freie Flächen zu schaffen.

Entwicklungspotenzial bietet der Wander- und Radtourismus. Vor allem in Helsa, Eschenstruth und Wickenrode soll die touristische Infrastruktur ausgebaut werden – zum Beispiel durch eine gemeinsame Beschilderung und neue Rastplätze. Anziehungspunkte sind unter anderem der Herkules-Wartburg-Radwanderweg und der Grimm-Steig, „der mehr beworben werden soll“.

Von dem Entwicklungskonzept soll auch das historische Herzstück Helsas profitieren, die Gaststätte „König von Preußen“. Mit einem Kultur- und Veranstaltungssaal bietet sie Raum für bis zu 300 Personen. Geld wird unter anderem für die Renovierung des Saales oder das Herrichten eines Biergartens benötigt. „Mit dem König von Preußen haben wir wieder einen Treffpunkt“, sagt Küthe. HINTERGRUND

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