Neue Pächter für Bürgerhaus in Denn-/Dittershausen gefunden – Am 1. September beginnt der Betrieb

Traditionslokal Kupferkanne wieder auf

Neuer Schwung: Wochenlang stand das Bürgerhaus Kupferkanne in Denn-/Dittershausen leer, nun zieht neues Leben ein. Unser Foto zeigt die neuen Pächter Kai Nitter (links) und Andreas Eckhardt im Gastraum. Foto: Schindler

Fuldabrück. Wer in Denn-/Dittershausen feiern oder mal essen gehen wollte, hatte in den vergangenen Wochen schlechte Karten: Die Traditionsgaststätte von Erna Stäbe schloss im Sommer für immer ihre Tür, und bereits Ende Mai hatte Bürgerhaus-Pächter Günter Asanger die „Kupferkanne“ dichtgemacht. Doch dort regt sich nun neues Leben.

Die Gemeinde Fuldabrück hat für das Bürgerhaus an der Parkstraße einen neuen Pächter gefunden. Am Donnerstag, 1. September, wird die Kupferkanne für Gäste wieder eröffnet, um 17 Uhr soll es losgehen.

Küchenchef Kai Nitter (48) und Wirt Andreas Eckhardt (46), die bisher erfolgreich das Bürgerhaus in Obervellmar führten, übernehmen jetzt das Bürgerhaus in Denn-/Dittershausen.

Eigentlich läuft ihr Pachtvertrag in Vellmar noch bis zum 31. Dezember, dann sollte die Einrichtung zur Sanierung geschlossen werden. Doch vergangene Woche kam eine Hiobsbotschaft: Bei Messungen im Bürgerhaus Obervellmar waren Schadstoffe in der Luft gefunden worden, das Bürgerhaus und das angeschlossene Hotel mussten sofort geschlossen, die Gäste umquartiert, bereits gebuchte Veranstaltungen an andere Orte verlegt werden. „Zum Glück sind wir jetzt hier gelandet“, sagt Kai Nitter.

Auch Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) ist zufrieden: „Ich bin froh, dass wir Profis gefunden haben.“ Vier potenzielle Pächter hatten sich beworben, die Vellmarer brachten die meiste Erfahrung mit. „Da fiel dem Gemeindevorstand die Entscheidung leicht“, meint Lengemann. „Ein Bürgerhaus kann man nicht nebenbei führen“, sagen die beiden. Sie wollen sich ordentlich ins Zeug legen. Familienfeiern, Hochzeiten, Trauerfeiern und All-inclusive-Partys sollen hier ab September stattfinden. Auch für Tagungen ist man mit Beamer, Leinwand und Laptop gerüstet. Bis zu 300 Menschen finden im großen Saal Platz.

Im von der Gemeinde erst jüngst sanierten Gastraum können 50 Gäste bewirtet werden. „Rustikal bis gehoben“, so beschreibt Kai Nitter seine Küche. Außerhalb der Karte will er immer mal was Besonderes auf den Teller bringen: Je nachdem, was die Lieferanten anbieten, soll es dann auch mal Steinbutt oder Straußenfleisch geben. Und natürlich kann man in der Kupferkanne auch einfach abends sein Bier trinken.

Testen, was geht

Ab 17 Uhr wird die Kupferkanne geöffnet sein, sonntags gibt es vielleicht auch Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen. „Wir testen, was geht“, sagen Nitter und Eckhardt. Man werde sich auf die Wünsche der Gäste einstellen. Auch die örtlichen Vereine will man ansprechen: Sport- und Gesangvereine, VdK, Geschichtsverein und Parteien sollen hier Möglichkeiten finden, sich zu treffen. „Ich kann mir auch Seniorentanz am Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen mit einer kleinen Combo vorstellen“, sagt Kai Nitter.

Und wenn der Spätsommer wirklich noch ein Stelldichein geben sollte, dann soll es auf der großen Terrasse auch ein Barbecue geben. (hog)

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