Rund 30 Besucher kamen am Samstagabend zum Jugendgottesdienst nach Altenritte

Träume stiegen in den Himmel

Ins Feuer: Eva Marie Lukas (13, von links), Vera Schwantes (14), Christian Guthof (13) und Maximilian Achler (14) verbrannten symbolisch ihre Sorgen. Foto: Hartung

Baunatal. Wenn ein Gottesdienst mit einem aktuellen Lied aus den Charts eingestimmt wird, ist das sicher etwas ungewöhnlich. Beim Jugendgottesdienst am Samstagabend in der Heilandskirche in Altenritte gab es gleich zu Beginn den Hit „Geboren, um zu leben“ von der Gruppe Unheilig zu hören.

Der Titel des Liedes war auch gleichzeitig das Motto des Gottesdienstes aus der Reihe „Place for change“, der vierteljährlich immer im Wechsel in verschiedenen Baunataler Kirchengemeinden stattfindet. Die Organisatoren, darunter ehrenamtliche Jugendliche, Erwachsene und Konfirmanden, haben bewusst das Thema „Geboren, um zu leben“ aufgegriffen, um deutlich zu machen, wie wertvoll das Leben ist und dass ein schlechtes Zeugnis dies nicht negativ beeinflussen soll. „Das Leben sollte nicht von Noten gelenkt werden, sondern die Jugendlichen sollten Spaß haben und sich über positive Dinge freuen“, sagte Viola Spallek, die in der evangelischen Kirchengemeinde Altenritte und Großenritte für die Kinder- und Jugendarbeit zuständig ist.

Der Gottesdienst war locker gestaltet. So wurde eine Wundergeschichte aus der Bibel während des Vorlesens von einigen Jugendlichen pantomimisch nachgespielt.

Außerdem wurden an eine Leinwand, die beim Altar aufgebaut war, Bilder des Lebens, wie die Geburt, der erste Schultag, die große Liebe und die eigene Familie, projiziert. Einige Interviews mit Erwachsenen gaben Einblick, was in ihrer Kindheit wichtig war und was aus ihnen, trotz einer schlechteren Note, geworden ist.

Sorgen einfach verbrennen

Als Höhepunkt warteten unter den Sitzbänken auf die rund 30 Gäste je zwei Zettel. Auf einen wurden die Ängste und negativen Gedanken geschrieben, der andere war für die Wünsche und Träume. Danach wurden die negativen Zettel draußen in eine Feuerschale geworfen und damit die Ängste symbolisch verbrannt. Die Wunschzettel hingegen lernten mit Hilfe von Heliumballons das Fliegen und wurden von Eva Marie Lukas, Vera Schwantes, Christian Guthof, Maximilian Achler und den anderen Gästen gen Himmel geschickt.

Von Tina Hartung

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