Die Altenbaunaer Lehrerin leitete die Baunsbergschule und führte den Verein für Heimatgeschichte

Trauer um Pädagogin Lisa Funke

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Lisa Funke: Das Foto entstand 2007.

Baunatal. Viele Menschen in Baunatal trauern gemeinsam mit den Angehörigen um Lisa Funke. Die Pädagogin aus Altenbauna starb am vergangenen Donnerstag nach langer Krankheit im Alter von 65 Jahren.

Funke stammte aus Altenbauna und lebte dort mit Ehemann Wolfgang. Noch im Juni feierte sie mit Mitschülern aus dem Dorf ihre Goldene Konfirmation.

In Altenbauna war sie zudem von 2004 bis zur Pensionierung 2008 Rektorin der Baunsbergschule, einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, wie es heute heißt. Mit der Baunsbergschule war Lisa Funke – eine besonnene, zurückhaltende Frau – aber viel länger eng verbunden. Mit Kollegen zusammen hatte sie die Schule für Kinder mit Lernproblemen ab 1971 aufgebaut – damals sprach man noch von Hilfsschule.

Nach einem sonderpädagogischen Zusatzstudium in Marburg kehrte Funke zurück. Auch während ihrer späteren Tätigkeit als Fachberaterin im Staatlichen Schulamt in Kasssel unterrichtete die engagierte Lehrerin parallel stets einige Stunden in Altenbauna, ehe sie 2001 als Konrektorin wiederkam.

Ihr Basisstudium für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen hatte Lisa Funke in Gießen absolviert. Doch ihr Herz gehörte der Sonderpädagogik. „Sie hat sich sehr eingesetzt“, sagt Petra Barkey, Nachfolgerin als Leiterin der Baunsbergschule. Funke habe speziell Schüler mit großen Orientierungsproblemen unterstützt. Und sie habe präventive Arbeit über die Schule hinaus geleistet.

Die Pädagogin engagierte sich ferner für die lokale Geschichte. Sechs Jahre – bis 2003 – führte sie den Baunataler Verein für Heimatgeschichte und Denkmalpflege, zuvor hatte sie schon sieben Jahre als Schriftführerin im Vorstand mitgearbeitet. In ihre Zeit als Vorsitzende fiel während des Hessentags 1999 die Eröffnung des Stadtmuseums in Altenritte, das der Verein ehrenamtlich betreut.

Der SG Tennis Baunatal war Funke vier Jahrzehnte verbunden. Ferner unterstützten sie und ihr Mann die Sanierung der Wehrkirche Kirchbauna.

Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 16. November, ab 12.30 Uhr in der Kapelle des Baunataler Hauptfriedhofs in Kirchbauna statt.

Von Ingrid Jünemann

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