54 Absolventen der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung wurden zu Kommissaren ernannt

Ein Traumjob mit Nervenkitzel

Sind zum Polizeikommissar ernannt worden: Silvana W. und Daniel B. bekamen ihre Ernennungsurkunden gemeinsam mit ihren Kommilitonen in der Stadthalle Baunatal überreicht. Ab Februar leisten beide ihren Dienst in Frankfurt. Fotos: Schippers

Baunatal. Zu Beginn der Graduiertenfeier für die 54 Absolventen der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung in der Stadthalle Baunatal prangten auf den Schultern der Anwärter noch Klappen mit einem Streifen. Nach ihrer Ernennung tauschten die frischgebackenen Polizeikommissare sie sofort stolz gegen eine Klappe mit silbernem Stern aus.

Nun beginnt für die jungen Frauen und Männer aus dem gesamten Bundesgebiet nach dreijährigem Studium der Polizeialltag. Und so wünschte der Bürgermeister von Baunatal, Manfred Schaub (SPD), den Absolventen denn auch viel Mut, Fingerspitzengefühl und vor allem wenig Einsätze. „Denn jeder Einsatz, den wir nicht fahren müssen, ist der beste Einsatz.“

Gut auf Einsatz vorbereitet

Zwei der Absolventen sind Silvana W. und Daniel B. (ihre Namen werden aus Gründen der Sicherheit abgekürzt). Die beiden Polizeikommissare haben ihren Traumjob gefunden.

Daniel B. hat bereits eine Ausbildung zum Bankkaufmann hinter sich. „Das war mir aber auf Dauer zu langweilig“, berichtet der 29-Jährige. „Ich wollte einen Beruf, der abwechslungsreich ist, bei dem ich morgens nicht weiß, was mich erwartet“, erläutert er seine Entscheidung für eine zweite Ausbildung. Für seine Kollegin und Freundin Silvana W. war nach einem Schulpraktikum klar, dass sie zur Polizei will. Sie hat die Aufnahmeprüfung direkt nach dem Abitur absolviert. „Ich wollte immer einen aufregenden Beruf“, sagt die 23-Jährige. „Polizeikommissarin ist mein absoluter Traumberuf, und ich hoffe, das bleibt auch so.“

Ab dem 3. Februar wird das Paar beim Polizeipräsidium Frankfurt seinen Dienst leisten, aber in verschiedenen Dienststellen. Beide fühlen sich gut darauf vorbereitet. In drei Praktika während des Studiums konnten sie bereits Praxisluft schnuppern.

Und auch im Umgang mit der Waffe, die sie bereits seit dem zweiten Semester tragen, sind sie trainiert. „Anfangs war es schon ein bisschen komisch, eine Waffe zu tragen, aber mittlerweile ist es normal geworden“, erzählt Daniel B.

Um in dem Beruf bestehen zu können, müsse man sich ein dickes Fell zulegen, sagt Silvana W. Man müsse wissen, dass man auch oft der Buhmann sei. Es gebe sogar Menschen im privaten Umfeld, die sich von ihm abgewandt hätten, seitdem er bei der Polizei ist, sagt Daniel B. Doch die beiden lassen sich davon nicht entmutigen. „Ich bin jeden Tag aufs Neue stolz, wenn ich meine Uniform anziehen kann“, sagt Silvana W. strahlend.

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