Brandschutz muss sichergestellt werden

Umbau im Rathaus: Treppe dient der Rettung im Notfall

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Rettungsweg im Ernstfall: Von dieser Treppe auf der Rathaus-Terrasse könnten bei Bränden oder anderen Unglücksfällen Gefährdete in den Korb der Feuerwehr-Drehleiter steigen.

Baunatal. Von außen kann man sie nicht sehen – die Treppe, die von Schreinern des städtischen Bauhofs für die Terrasse auf der fünften Etage des Baunataler Rathauses gebaut wurde. Der Übergang dient einem wichtigen Zweck:

Während der Bauarbeiten am Rathaus, in dem 140 Menschen arbeiten, kann hier bei Rettungseinsätzen der Korb der Feuerwehr-Drehleiter andocken, um Menschen aus Gefahr zu bergen.

Die Terrasse hat zwar einen Einschnitt in der umgebenden Mauer – aber an diesen kann die Feuerwehr zurzeit nicht direkt heranfahren, weil sie mit ihrem Drehleiter-Fahrzeug den temporären Haupteingang am Europaplatz versperren würde. Der würde aber bei einem Feuer oder einem anderen Unglücksfall ebenfalls als Rettungsweg benötigt.

Die Treppe wurde auf Maß und in Abstimmung mit der Baunataler Feuerwehr speziell für die Mauer gezimmert. So ernsthaft der Hintergrund auch ist: Im Baunataler Rathaus fühlt sich mancher an die Treppe auf dem Kasseler Königsplatz erinnert, errichtet 1992 zur documenta 9 und im Jahr 2000 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion entfernt. Das umstrittene Bauwerk stammte übrigens auch aus Baunatal – von einem heimischen Holzbauunternehmen hergestellt, das die Konstruktion am Ende auch wieder abriss.

Ebenfalls abgerissen sind inzwischen die Stadtbücherei, der Vorbau des Rathauses zum Marktplatz hin und der Balkon über dem Eingang zur Stadthalle. Bis Jahresende werden noch Rohbauarbeiten zur Erweiterung der Bücherei laufen, der große Kran auf dem Markt ist das Kennzeichen. Der gesamte Ausbau soll bis Herbst 2013 dauern. Die Stadt hat dafür Kosten von vier Millionen Euro veranschlagt.

Die Bibliothek wird auf 1000 Quadratmeter, das Dreifache ihrer alten Fläche, vergrößert. Sie erhält auch ein Lesecafé. Während der Bauarbeiten ist die Bücherei im Raum für Familienfeiern unter der Stadthalle (Europaplatz) zu finden. Bürgerbüro und Standesamt residieren im ehemaligen Schlecker-Markt in der Fußgängerzone. (ing)

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