Goethe-Abend: 100 Besucher zu Gast bei Kabarett in Gartenwelt – Lieblingsspeisen des Dichters serviert

Trio sorgte für literarische Leckerbissen

Kulturell und kulinarisch: Karl Garff (von links), Maria Weber-Krüger und Herwig Lucas boten einen kabarettistischen Abend mit einem Vier-Gänge-Menü, hier dem Dessert. Foto: Kisling

Ahnatal. „Goethe in Weimar“ - ein besseres Wortspiel hätte der Kabarettabend in Rinklins Gartenwelt in Ahnatal-Weimar nicht haben können. „Goethe liebte Weimar“, bestätigte Schauspieler und Goethekenner Karl Garff. Allerdings meinte Johann Wolfgang von Goethe wohl eher die thüringische Kulturstadt.

Für Garff, Schauspieler Herwig Lucas sowie Geigerin und Schauspielerin Maria Weber-Krüger war dies allerdings kein Problem, um mit ebenso viel historischer Ernsthaftigkeit wie gekonnter Satire Goethes Leben aus nordhessischer Sicht zu präsentieren – zumal Deutschlands bekanntester Dichter selbst viermal zu Gast in Kassel war und dabei auch durch Calden reiste.

Ob im fiktiven Gespräch mit Karl Friedrich Steinhöfer, dem Erbauer der Kasseler Wasserfälle, mit einer Auflistung von Werken, die auch andere große Künstler geschrieben haben könnten oder Zitaten aus Goethes Meisterwerk Faust auf das aktuelle Weltgeschehen angewandt – die 100 Besucher im ausverkauften Glashaus waren begeistert.

„Es ist sehr schön, dass dieses Stück von richtigen Kasselern gespielt wird. Der Akzent ist so, wie man sich das bei den Charakteren wünscht“, lobte Horst Krieger.

Doch damit nicht genug. Zu jeder Lebensphase wurde eine von Goethes Lieblingsspeisen serviert, sodass am Ende ein Vier-Gänge-Menü zustande kam. Das Rezept einer Steinpilzkartoffelschaumsuppe stammte dabei im Original von Goethes Mutter.

Grüne Soße war Goethes Lieblingsspeise. Auch Hase in Pilzsoße als Hauptgericht sowie Waffeln mit Apfelmus und Keks als Dessert gehörten zu Goethes favorisierten Speisen und fanden in Rinklins Gartenwelt großen Anklang. „Goethe war wirklich ein Gourmet“, meinte Ana Viehmann nach dem Essen.

Die von Maria Weber-Krüger vorgetragene Original-Geigenkomposition von Goethes Weggefährtin Bettina von Arnim rundete den Abend musikalisch ab.

Von Tobias Kisling

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