Trio vermisst Infos

CDU, FDP und Grüne diskutierten über Rathaus und Parkdeck

Wird weiterhin heftig diskutiert: Zum Vorgehen bei der Sanierung des Vellmarer Rathauses gibt es weiterhin verschiedene Meinungen. Archivfoto: Wewetzer

Vellmar. Ein Jahr Bürgerentscheid zur Rathaus- und Parkdecksanierung - was nun? Diese Frage beschäftigte jetzt 40 Gäste in der Gaststätte Bürgerstuben im Bürgerhaus Vellmar-West.

CDU, die Grünen und die FDP hatten zu diesem Gesprächsabend eingeladen. Die Besucher konnten mit Siegfried Kopperschmidt (Grüne), Dr. Burkard Müller (CDU) und Markus Pape (FDP) den Stand der Dinge diskutieren. Ausgangspunkt war der Masterplan zur Umgestaltung des Stadtzentrums und der Bürgerentscheid, durch den die Rathaussanierung über einen externen Investor gekippt worden war.

Auf großes Unverständnis stoße bei vielen Bürgern die Informationspolitik des Bürgermeisters, der unmittelbar nach dem Bürgerentscheid noch bekannte, er habe „verstanden“, so Kopperschmidt. Habe Stochla vor dem Bürgerentscheid noch „kräftig auf das Gaspedal gedrückt, um den Eindruck zu vermitteln, der Zustand von Rathaus und Parkdeck sei ein Sicherheitsrisiko für die Nutzer“, gebe es nun offenbar doch keinen so großen Handlungsbedarf mehr.

„Stadt nicht untätig“

Dem widersprach Gerald Herber (SPD), der ausdrücklich nicht als Stadtverordnetenvorsteher, sondern als interessierter Bürger an der Veranstaltung teilnahm. Er legte dar, dass bereits die Ausschreibungen für Architekturleistungen und Planungsvorbereitungen getroffen wurden und die Stadt Vellmar demnach eben nicht untätig gewesen sei. Magistrat und Bauausschuss seien informiert und hätten sehr wohl Kenntnis über den aktuellen Stand der Maßnahmen. Im Übrigen hätten die Mitglieder der Gremien ein formelles Fragerecht, das sie bislang aber nicht genutzt hätten.

Als Widerspruch empfänden dies die Bürger, die einen offeneren Umgang mit der Thematik vom Bürgermeister erwartet hatten, so mehrere Gäste einhellig. Markus Pape ergänzte, es gehe immerhin um ein zweistelliges Millionenprojekt, das am Ende von den Bürgern der Stadt zu bezahlen sei. Vor dem Hintergrund des klammen Haushalts und der zusätzlichen Millionenbeträge für das Bürgerhaus Obervellmar und die Kulturhalle Niedervellmar seien „eine offensivere Informationspolitik und Transparenz gegenüber allen Bürgern sehr wohl zu erwarten“.

Burkard Müller (CDU) kritisierte, dass durch die Politik des Bürgermeisters der Eindruck entstehe, die vorliegende Projektstudie des externen Investors OFB werde entgegen des Votums der Bürger „hinter verschlossenen Türen inhaltlich eins zu eins umgesetzt“ und lediglich auf ein anderes Finanzierungskonzept ausgerichtet. Dem entgegnete Gerald Herber, die OFB sei „aus dem Geschäft“ und es beginne alles bei „Null“. Jedoch sei die OFB-Studie bezahlt und dürfe für die weitere Planung genutzt werden. (swe)

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