Lohfelden beschließt Haushalt 2011

Trotz Ärger sagen alle Ja

Lohfelden. Nach langer und phasenweise heftiger Diskussion hat die Gemeindevertretung Lohfelden am Mittwochabend den Haushalt 2011 – einstimmig – verabschiedet. Er umfasst Ausgaben von 34 Mio. Euro bei Einnahmen von 38 Mio. Euro. Lohfelden erwirtschaftet somit einen Überschuss von etwa 4 Mio. Euro.

„Wir stimmen zu, obwohl wir nicht voll zufrieden sind“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Rudolf Paul. „Wir haben alle Investitionen befürwortet, wenn auch zu niedrigeren Einstandspreisen.“

Der Feuerwehrstützpunkt sei das größte Projekt, sagte SPD-Fraktionschef Bernd Hirdes. Stolz sei man auch, dass die Gebühren im Wesentlichen gleich bleiben. So müssten die Nutzer von Schwimmbad und Bücherei im laufenden Jahr nicht mehr bezahlen.

Reuter: Ungeheuerlichkeit

Zuvor hatte es teilweise heftige Auseinandersetzungen um acht Änderungsanträge der Fraktion U2L gegeben, die jedoch alle abgelehnt oder zurückgezogen wurden.

Bei der U2L-Forderung nach einem Senioren-Konzept platzte Bürgermeister Michael Reuter (SPD) der Kragen. Er wertete es als Ungeheuerlichkeit, dass die Unabhängige Liste ein Bild zeichne, wonach sich Lohfelden im Pflegenotstand befinde. Es gebe in der Gemeinde ein hohes Maß an Leistungen für Senioren. Im Seniorenplan, der jährlich fortgeschrieben werde, setze man sich mit dem Thema ausführlich auseinander.

Das sah auch die CDU so. „Alte Menschen sind in Lohfelden sehr gut aufgehoben“, sagte Birgit Kaiser-Wirz, sehr viele Gemeinden seien „neidisch auf Lohfelden“ wegen der Leistungen in der Altenarbeit.

Als „Wahlkampf auf dem Rücken der Bevölkerung“ kritisierte Eike Bornmann (SPD) den U2L-Antrag, der schließlich zurückgezogen wurde. (hog)

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