Was trug Mann/Frau drunter: Unterwäsche-Ausstellung im Baunataler Stadtmuseum

Funktionell mit Klappe und Knöpfen: Bärbel Heider weiß, wie dieses Wäschestück von anno dazumal funktionierte.

Baunatal. Andrea Dittmar und Elsbeth Martin vom Archiv der Stadt Baunatal überraschen die Museumsbesucher regelmäßig mit Sonderausstellungen. Diesmal haben sie im ersten Stock des Stadtmuseums eine kleine Ausstellung rund um das Thema Wäsche zusammengetragen.

Erich Heider

Neben der spannende Frage „Was trug Mann/ Frau darunter?“ werden auch Ausstellungsstücke wie ein Waschset auf einem Ständer und ein Nachttopf aus dem benachbarten Heimatmuseum Hessenstube gezeigt. Vor etwa 200 Jahren verbreitete sich Unterwäsche zunächst in höheren Schichten, um sich später dann bei allen Bevölkerungsgruppen durchzusetzen.

Bärbel und Erich Heider vom Verein für Heimatgeschichte und Denkmalpflege Baunatal führen abwechselnd mit weiteren Vereinsmitgliedern regelmäßig durchs Museum. Sie sind schon gespannt auf die neue Ausstellung. „Da ist ja die Berta mit Klappe“, sagt Bärbel Heider und lacht. Sie kennt diese Bezeichnung für das Wäschestück für Damen seit ihrer Kindheit.

Ab Ende des 18. Jahrhunderts wurde die einteilige Frauen-Hemdhose aus Baumwolle getragen. Damit ein Toilettengang ohne das Ausziehen der Oberbekleidung möglich war, konnten in der Taille drei Knöpfe geöffnet werden.

Bilder der Unterwäsche-Ausstellung

Unterwäsche-Ausstellung in Baunatal

Der hintere Bereich der Unterwäsche konnte anschließend heruntergeklappt und nach vorne gezogen werden. „Schauen Sie mal, wie schön diese Wäscheknöpfe sind“, sagt Bärbel Heider.

Von Bettina Wienecke

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Weitere Informationen:

Stadtmuseum Baunatal, Mühlenweg 4, und Heimatmuseum Hessenstube, Ritter Straße 1, Altenritte, Öffnungszeiten ab Sonntag, 8. Januar, sonntags 14 bis 16.30 Uhr und nach Vereinbarung. Kontakt: Stadt Baunatal, Rathaus, Stadtarchiv, Tel. 0561/499 21 37, www.baunatal.de

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