Infos über Ausbildung und Ausrüstung der Feuerwehr gefordert

Tunnel: Abgeordnete machen jetzt Druck

Karin Müller

Helsa. Die Bedenken der Freiwilligen Feuerwehr Helsa wegen der bevorstehenden Einsätze im Tunnel Hirschhagen der Autobahn 44 sind jetzt auch Thema in Wiesbaden.

Die Grünen-Landtagsabgeordnete Karin Müller (Kassel) hat nach dem HNA-Bericht über die noch immer ausstehende Ausbildung der Wehrleute für die Tunnelrettung eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gerichtet. Darin fordert sie unter anderem Auskunft über die vorgesehene Ausrüstung und die notwendige Personalstärke. Außerdem soll die Landesregierung Auskunft über den Zeitpunkt für die Ausbildung geben.

Das für Ausstattung und Ausbildung der Tunnelretter zuständige Regierungspräsidium in Kassel müsse sich darüber im Klaren sein, „dass schlechte Kommunikation schadet“ und bei den Helfern für Unruhe sorge, sagte Müller, die verkehrspolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist.

Ihrer Einschätzung nach wird die Zeit für die Schulung der Helsaer Wehrleute „sehr knapp“, da diese bereits ab diesem Frühjahr für Einsätze während des Baus des 4,1 Kilometer langen Tunnels zwischen Eschenstruth und Hessisch Lichtenau-West zur Verfügung stehen müssten. Müllers Kollege Timon Gremmels (SPD) aus Niestetal hat sich bereits im vergangenen Jahr in der Angelegenheit an den für die Feuerwehren zuständigen Innenminister Boris Rhein (CDU) gewandt. In seinem Antwortbrief an Gremmels schreibt der Minister, dass die betroffenen Feuerwehren „entsprechend Art und Umfang der Aufgaben“ im Zusammenhang mit Einsätzen auf der A 44 besondere Zuwendungen des Landes erhalten werden. Wie berichtet, fürchtet man in Helsa, dass Kosten für die Autobahneinsätze auf die Gemeinde abgewälzt werden. Dies dürfe nicht geschehen, unterstreicht Gremmels. Bei Finanzierung, Ausbildung und Ausstattung der Helsaer Wehr stehe das Land in der Pflicht.

Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) steht „voll und ganz hinter den Fragen“, die Gemeindebrandinspektor Timo Schröder gestellt hat. Solange die Brandschützer die erforderlichen Lehrgänge nicht absolviert hätten, werde es keine Einsätze geben, stellte der Rathauschef im Gespräch mit der HNA klar.

In der Helsaer Wehr gibt es Befürchtungen, bereits während des Tunnelbaus unvorbereitet zu Einsätzen herangezogen zu werden. Archivfotos: nh

Von Peter Ketteritzsch

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