Erst- und Zweitklässler bringen Spielplatz in Altenritte wieder auf Vordermann

Tunnel aus Weidenbäumen

Junge Handwerker Jamie (7 Jahre, von links), Luzia (7 Jahre), Raphael (7 Jahre) und Melissa (8 Jahre) verteilen den frischen Sand auf den Barfußpfad im Weidentunnel. Foto: Uminski

Baunatal. Es wird fleißig geschnitten, geschnürt und geschaufelt. Ein Mal im Jahr bringen Grundschüler der Friedrich-Ebert-Schule den Weidentunnel auf dem Spielplatz „Hinter den sieben Bergen“ in Altenritte wieder auf Vordermann. Vor acht Jahren entstand mit Eltern und Kindern aus der Wohnsiedlung die Idee, einen Weidentunnel mit einem Barfußpfad aufzubauen. Mithilfe von Umweltpädagogin Heike Wefing-Lude, Klassenlehrerin Kerstin Rößner und Mitarbeitern des Jugendbildungswerkes schnitten die Grundschüler jetzt die trockenen Triebe ab, flochten die langen Triebe zum Tunnel und erneuerten den Pfad.

Mit der siebenjährigen Luzia verteilt Jamie akkurat den Sand auf dem Barfußpfad. „Arbeit macht Spaß“, sagt der Siebenjährige, der viel lieber den Unterricht im Freien genießt. „Wir rechnen manchmal, und das mache ich nicht so gerne.“ Die zwei siebenjährigen Mädchen Ariane und Samira kämpfen sich durch das Dickicht der Weidenbäume, schnüren die Zweige zusammen und flechten diese zu einer Wand zusammen. „Das Zusammenflechten und die Arbeit draußen in der Natur macht mir sehr viel Spaß“, sagt die Grundschülerin.

Während zwei Rotmilane über den Köpfen der sieben- und achtjährigen Grundschüler kreisen, sitzen Nils, Konrad und Tim mitten auf der Wiese und schaufeln die Maulwurfshügel weg. „Das macht mir großen Spaß, weil wir hier herumrennen können“, sagt der siebenjährige Nils. „Ich mag die Erde wegschieben und kann mit meinen Freunden zusammenarbeiten“, sagt der siebenjährige Konrad. Auch wenn sie jetzt noch kein Glück hatten, aber manchmal finden die drei Freunde beim Buddeln auch ein paar kleine Tiere.

„Die Weidenbäume werden auf den Stock gesetzt, damit sie von unten wieder schön dicht wachsen“, sagt Umweltpädagogin Heike Wefing-Lude. Fleißig arbeiten die Grundschüler daran, den Tunnel von Brennnesseln zu befreien und den Barfußpfad mit frischem Sand, Kies, gehäckseltem Holz, Baumscheiben und Wolle wieder zum Leben zu erwecken. Wichtig für die Entwicklung der Kinder sei, kreativ in der Natur zu spielen, so die Altenritterin. „Der Weidentunnel verändert sich jedes Jahr und die Kinder können hier ihre Spuren hinterlassen“, sagt Heide Hoffmann, Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Baunatal.

Von Johanna Uminski

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