Gemeinde stellt erstes Elektroauto für Mitarbeiter in Dienst – Finanzierung über Werbeeinnahmen

Mit dem Twizy durch Ahnatal

Aufladen an jeder Steckdose: Bürgermeister Michael Aufenanger steckt das Ladekabel von Elektroauto Twizy an die Steckdose am Rathauseingang.

Ahnatal. Morgens früh noch an der Steckdose, wenig später schon auf der Straße: Die Mitarbeiter der Gemeinde Ahnatal bewegen sich künftig umweltfreundlich durch Ahnatal. Stolz präsentierte jetzt Bürgermeister Michael Aufenanger das erste Elektroauto der Gemeinde, einen Renault Twizy.

Der futuristisch anmutende Zweisitzer mit Flügeltüren ist vollelektrisch und hat eine Reichweite von rund 100 Kilometern. Besonders praktisch: Der Twizy kann an jeder üblichen Steckdose innerhalb von dreieinhalb Stunden voll aufgeladen werden und ist durch seine Länge von 2,30 Metern sehr platzsparend.

„Die Gemeinde Ahnatal möchte umweltfreundlich agieren, das Elektroauto passt hervorragend zu unserem Klimaschutzkonzept“, meinte Aufenanger. Das sehr leise fahrende Leichtkraftfahrzeug solle verstärkt innerorts zum Einsatz kommen. Dadurch, dass bis auf die Stromkosten alle weiteren Kosten für Treibstoff ausbleiben, hofft die Gemeinde auf Einsparungen im klammen Haushalt.

Auch zur Anschaffung des rund 9000 Euro teuren Gefährtes hatte die Gemeinde eine Idee, ohne die Mittel aus der eigenen Kasse bezahlen zu müssen. Den örtlichen Gewerbetreibenden wurde Werbung auf dem Fahrzeug angeboten. „Ein großer Dank an unsere Gewerbetreibenden, dass sie die Möglichkeit aufgegriffen haben“, meinte Aufenanger. Und dies in hohem Maße. So finanzierte sich das neue Elektrofahrzeug komplett aus den Werbeeinnahmen.

Jeder Sponsor konnte sein Firmenlogo auf das Fahrzeug drucken lassen. „Es ist eine schöne Möglichkeit, zu spenden, da man direkt sieht, für was die Spende verwendet wird“, freute sich Naomi Fried von der Heckershäuser Zahnarztpraxis.

Bernhard Freund vom Weimarer Naturkostladen lobte die Intention der Gemeinde, die Energiewende aktiv mitzugestalten: „Es ist ein erster Schritt und sowohl für die Gemeinde als auch für die Sponsoren eine Situation, von der beide Seiten profitieren.“ Schließlich würde es auch die Gewerbetreibenden freuen, wenn das 1,46 Meter hohe Fahrzeug am eigenen Schaufenster vorbeifahre.

Von Tobias Kisling

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