Üben fürs Erzähl-Festival in Schauenburg: Der Ritter und sein Igel

Ritter und Prinzessin als Linoldruck: Medine (9, von links), die Künstlerin Heike Reich (mit einer Walze) und Marie (10) zeigen die beiden Arbeiten. Fotos: Wienecke

Schauenburg. Sie fiebern ihrem Auftritt am Samstag, 3. Oktober, ab 15 Uhr in Kassel bereits entgegen: 14 Dritt- und 29 Viertklässler der Johann-Friedrich-Krause-Schule in Schauenburg-Breitenbach nehmen dort am 11. Erzähl-Festival der Sparda-Bank teil.

Seit Tagen erarbeiten die Schüler der Klasse 3 gemeinsam zwei Geschichten rund um das Thema Glück, die sie frei vortragen werden. „Kein Kind lernt etwas auswendig“, erläutert die Erzählerin Gudrun Rathke aus Kassel, die sie dabei anleitet.

Vlad ist vor einer Woche in die Klasse von Stephanie Orth gekommen, er ist mit seiner Familie aus Rumänien geflohen. Der Neunjährige singt bereits mit, spricht aber noch kein Deutsch. Als Ritter galoppiert er daher auf einem fiktiven Pferd durch die Handlung und rettet einen Igel, der in einem Hufeisen feststeckt, während sich seine Mitschüler als Erzähler abwechseln.

Kitzeln mit Kleeblättern 

Die zweite Geschichte, die in der Erzählwerkstatt entstand, handelt von Mirabella und einem Monster mit braunen Zähnen. Zum Glück hat die Prinzessin herausgefunden, dass man Monster mit Kleeblättern kitzeln kann, bis sie ihre Beute wieder hergeben.

Greifen den roten Faden auf: Die Schüler aus der Klasse 3 von Stephanie Orth (links) erarbeiten mit der Erzählerin Gudrun Rathke aus Kassel märchenhafte Geschichten.

Von den Geschichten ließen sich die Schüler der beiden vierten Klassen in der Kunstwerkstatt zu Skizzen inspirieren. Mit Heike Reich haben sie im Anschluss Linoldrucke angefertigt. Die Künstlerin vertrat Albert Schindehütte von der Schauenburger Märchenwache. Medine (9) hat den Ritter auf seinem Pferd dargestellt, Marie (10) hat die Prinzessin gewählt. „Passend zur Geschichte werden wir am Samstag die Bilder hochhalten“, berichten sie.

Gudrun Rathke wirkt zum vierten Mal bei dem Erzähl-Festival mit und übernahm nun auch die künstlerische Leitung. „Es geht um das freie Erzählen, erst ganz zum Schluss werden die Geschichten gerettet (aufgeschrieben), um sie zu bewahren“, sagt sie weiter.

Von Bettina Wienecke

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