Mit Dietrich Grönemeyer

Über 1000 Jungen und Mädchen bei Hessischen Gesundheitsspielen

In Aktion: Prof. Dietrich Grönemeyer läuft durch die Reihen der Schüler. Diese folgen den Worten des Mediziners gespannt. Über 1000 Jungen und Mädchen aus der Region waren bei den Hessischen Gesundheitsspielen dabei. Fotos: Kühling

Baunatal. „Sehr gut“ - die Antwort von Laura Efinger auf die Frage, wie ihr denn der Tag gefalle, kommt prompt. Die zwölfjährige Schülerin der Gesamtschule Fuldatal sieht trotz ihrer kniffeligen Aufgabe sehr entspannt aus. Laura übt gerade mit ihrer Freundin Lena Nordmeier (12) das Fahren auf einem Waveboard.

Diese etwas wackelige Angelegenheit ist nur ein Bewegungsangebot unter hunderten beim Hessischen Gesundheitstag in Baunatal.

Über 1000 Schüler der Klassen vier bis sechs aus der Region Kassel bieten ein farbenfrohes Bild in der Rundsporthalle und auf dem darum liegenden weitläufigen Außengelände. Die Initiatoren, Prof. Dietrich Grönemeyer und seine Stiftung, das hessische Kultusministerium, das staatliche Schulamt Kassel, die Stadt Baunatal, der KSV Baunatal und die AOK (gab 14 000 Euro) haben die Schulen mit farbigen T-Shirts ausgestattet. Hier turnt Türkis, da klettert Rot und dort tanzt Grün.

Der Mediziner Grönemeyer, Bruder von Sänger Herbert Grönemeyer, stimmt die Jungen und Mädchen zum Auftakt des Gesundheitstages auf die Veranstaltung ein, sagt, wie wichtig tägliche Bewegung ist. „Fast 80 Prozent aller Rückenschmerzen entstehen nur durch verspannte Muskulatur“, sagt er und fordert - unterstützt durch den Applaus von 1000 Kindern - für den Schulalltag: „Eine Stunde Sport jeden Tag.“

Fotos von den Gesundheitsspielen

Hessische Gesundheitsspiele in Baunatal

„Das machen wir schon“, sagt Hessens Kultusministerin Nicola Beer (FDP) im Gespräch mit der HNA. Gemeint sei ja nicht eine Stunde Sportunterricht pro Tag, sondern beispielsweise auch Bewegungsangebote für die Pausen und im übrigen Unterricht. Bei alledem spielten Angebote für den Gleichgewichtssinn eine wichtige Rolle, betont Beer. Untersuchungen hätten ergeben, dass Kinder mit einem guten Gleichgewichtssinn im Schnitt eine Note besser in der Schule seien.

Eine halbe Stunde spricht Grönemeyer zu den Schülern, dehnt sich mit ihnen, hüpft und läuft durch die Reihen der Rundsporthalle. Zu keinem Zeitpunkt verlieren die Kinder ihn aus den Augen oder fangen gar eigene Gespräche an. Grönemeyer fesselt sein junges Publikum.

Sonniges Herbstwetter empfängt die Klassen dann an den Außenstationen, die von Übungsleitern des KSV sowie älteren Schülern betreut werden. Auf der Slackline und dem Rollerparcours sind Nicola Beer und Dietrich Grönemeyer selbst mit von der Partie. Und die älteren Schülerinnen Christina Brüne und Sina Rusteberg tanzen mit den beiden prominente Gästen an der Station Step-Aerobic, bis diese völlig außer Atem sind. Das alles passt in eine Bild aus Schülern, die einfach Spaß an Bewegung haben. Und das möglicherweise nicht nur an diesem außergewöhnlichen Tag. Von Sven Kühling

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