Über 40 Rinder weiden auf saftigem Grün am Herbsthäuschen

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Auf geht’s: Landwirt Heinz Steinbach führt ein junges Rind unter den Augen zahlreicher Besucher des Auftriebs auf die Weide, registriert wird jedes Tier vom Elgershäuser Matthias Göbel (ganz links).

Schauenburg. „Die Rinder sind das halbe Jahr draußen. Futter und Klima sind gut.“ Karl-Heinz Stüssel ist voll des Lobes über das Weideland oberhalb des Herbsthäuschens im Habichtswald. Auf die saftig grünen Flächen der Schauenburger Weidegemeinschaft um Matthias Göbel wurden gestern über 40 Rinder getrieben.

Seit über zehn Jahren kommen Stüssel und sein Chef, Heinz Steinbach, aus Felsberg-Niedervorschütz mit ihren jungen Tieren dorthin. Schließlich hat der Weidebetrieb unterhalb des Hohen Grases Tradition.

Begonnen hat alles mit der Kreisjungviehweide im Jahr 1936. Eine Fläche war am Herbsthäuschen, die andere bei Waldau, wo sich heute das Kasseler Bugagelände erstreckt. Früher seien noch viel mehr Rinder den Sommer über auf die Hute-Flächen gebracht worden, erinnert sich Matthias Göbel (66). „Das war äußerst begehrt.“

Der Boden im Habichtswald wurde damals sogar extra für den Weidebetrieb vorbereitet. Die Fläche sei per Handarbeit eingeebnet und neu angesät worden, berichtet Göbel. „Davon profitiert man heute noch.“

Die Elgershäuser Weidegemeinschaft, die das Areal seit 1974 vom Land Hessen gepachtet hat, sieht den Bertrieb außerdem als einen Beitrag zum Naturschutz. Die weitläufigen Rasenflächen - am Herbsthäuschen sind es allein 25 Hektar - zögen sich als wichtige Bausteine durch den gesamten Habichtswald, beispielsweise im Bereich des Gutes Sichelbach sowie am Dörnberg.

Von Sven Kühling

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