Übernachtungszahlen: Baunatal hat 100 000er-Marke fest im Visier

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Rot und reich bebildert: Dirk Wuschko (Stadtmarketing, vorn von links) und Herbert Jäger (Verkehrsverein) präsentierten den Übernachtungsführer. Jens Weimann (Leiter Stadthalle, dahinter), Bürgermeister Manfred Schaub, Markus Maier (Geno-Hotel), Marcel Werner (Hotel Scirocco) und Daniela Gutenberg (Hotel Stadt Baunatal) hoffen, dass er weitere Gäste nach Baunatal lockt. Foto: Dilling

Baunatal. Baunatal wird als Beherbergungsort immer beliebter. Die Übernachtungszahlen steigen. Dieses Jahr könnten sie auf mehr als 100 0000 Übernachtungen anwachsen, hofft Herbert Jäger, Vorsitzender des Verkehrsvereins.

Eine vom Stadtmarketing in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein herausgegebene und von einer Reihe von Hotels finanzierten Broschüre mit 36 Hotel-, Pensions- und Ferienwohnungsnachweisen in Baunatal und Umgebung soll dabei helfen. Das sei nur der erste Schritt, kündigte Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) bei deren Vorstellung an. Handliche Info-Hefte mit den Tagungs- und Sportstätten der Stadt sowie mit Wander- und Radwegeplänen und -tipps im gleichen Outfit sollen folgen und das Profil der Stadt schärfen.

2010 registrierte die Stadt gut 74 000 Übernachtungen. 2013 waren es schon 98 600, und bis April dieses Jahres bereits rund 33 000 Übernachtungen. In dieser amtlichen Statistik sind nur die Beherbergungsbetriebe enthalten, die über mehr als zehn Betten verfügen. Deren Zahl ist seit 2010 jedoch um einen Betrieb gesunken. Dafür kletterte die Übernachtungsdauer im Schnitt von zwei auf rund 2,5 Tage. „Das ist ein ziemlicher Aufwärtstrend“, sagte Schaub. Die guten Zahlen bedeuten allerdings nicht, dass Baunatal nun ein Mekka des Tourismus geworden wäre. Darin spiegele sich der Erfolg des Volkswagenwerks wider, der viele Mitarbeiter auf Zeit in die Stadt bringe, sagt Marcel Werner vom Hotel Scirocco. Auch der Sport mache sich bemerkbar. Er profitiere davon, wenn der KSV Baunatal mit Veranstaltungen Sportler in die Stadt locke, berichtet der Hotelier. Auch das Geno-Hotel hat die sportlichen Gäste als Kunden entdeckt. Man habe sich als radfahrerfreundliche Herberge zertifizieren lassen, sagt dessen Direktor Markus Maier.

Genau in dieser Richtung sieht Dirk Wuschko, Geschäftsführer des Stadtmarketings, weiteres Potenzial für Baunataler Beherbergungsbetriebe. Während in der Woche Gäste schon mal Probleme hätten, noch ein Zimmer zu bekommen, sei an den Wochenenden noch Luft nach oben. Diese Kapazität könnten Gäste aus dem Bereich des Sports oder von Tagungen ausfüllen. Daher soll noch dieses Jahr eine Broschüre über die Sport- und Tagungsstätten Baunatals herausgegeben werden.

Von Peter Dilling

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