Übung für den Ernstfall: Baunataler Feuerwehr absolvierte Brandtraining im Simulationscontainer

Baunatal. Alarm bei der Baunataler Feuerwehr. Es wird ein Kellerbrand in einem gasbetriebenen Wohnhaus gemeldet. Hohe Flammen verschlingen ein altes Sofa, es ist heiß, stickig und feucht.

Da öffnet sich die Tür. Auf der steilen Kellertreppe stehen drei Feuerwehmänner, tasten sich vorsichtig in den Raum. Die erste Wasserladung löscht nach zwei Minuten die Flammen.

In einem Nebenraum wird auf einen kleinen roten Knopf gedrückt. Kaum zwei Sekunden später sind die Wehrmänner von Flammen umzingelt.

Baunataler Feuerwehr absolviert Brand-Training

Training im Brandsimulationscontainer stand auf dem Programm der Baunataler Feuerwehr. „Es ist ein realitätsnahes Training“, sagt Stefan Faust. „Das ist vor allem für die jungen Kameraden sehr wichtig, damit sie sehen, wie heiß es werden kann, wenn es richtig brennt.“

52 Feuerwehrmänner absolvierten in dreier Trupps die Übung. Unter ihnen waren auch Markus Diegeler, Stefan Arend und Sebastian Gerlach. 20 Minuten kämpften das Team gegen die Flammen. Kaum war ein Brandherd gelöscht, entflammte der Nächste.

„Natürlich fühlt man sich sicherer, wenn man mit Leuten in einem Trupp ist, die man kennt und denen man vertraut“, sagt Stefan Arend.

Trotzdem hatten die Männer gehörigen Respekt vor dem Feuer. „Im Realfall wäre der Raum auch noch mit komplett schwarzem Rauch gefüllt gewesen“, sagt Stefan Arend. „Das hatten wir im Container ja nicht.“

Eine sichere und kontrollierbare Ausbildung wird trotz aller Gefahren garantiert, sagt Stefan Faust. „Der Übungsraum wird zu jeder Zeit überwacht, bei einer Überschreitung der festgelegten Grenzwerte schaltet sich die Anlage ab, ebenso, wenn die Kameraden ein vorher abgesprochenes Zeichen geben.

„Sobald sie mit ihren Armen ein X zeigen, fahren wir die Anlage runter“, sagt Stadtbrandinspektor Dirk Wicke.

In einer Nachbesprechung werden die positiven, aber auch negativen Aspekte des Einsatzes besprochen. „Aus Fehlern lernt man schließlich“, sagt Markus Diegeler.

Mit kompletter Feuerwehrmontur bringen die Einsatzkräfte 40 Kilo mehr auf die Waage. „Daher ist körperliche Fitness sehr wichtig“, sagt Stefan Arend. Alle drei Jahre gibt es deshalb eine Belastungsuntersuchung für alle Aktive.

Rubriklistenbild: © Grigoriadou

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