Auch Rüstwagen wird gekauft

Vellmarer Feuerwehr investiert 500.000 Euro in neue Geräte

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So soll er einmal aussehen: Entwurf des neuen Übungsturmes auf dem Gelände der Feuerwehr Vellmar.

Vellmar. Zwei größere Projekte nimmt die Feuerwehr Vellmar zusammen mit der Stadt im kommenden Jahr in Angriff: die Anschaffung eines Übungsturms und den Kauf eines neuen Rüstwagens. Für den Turm waren nach Auskunft von Bürgermeister Dirk Stochla schon im Haushalt 2012 150.000 Euro veranschlagt.

Das neue Fahrzeug schlägt mit 362.000 Euro zu Buche, Förderanträge für beide Projekte wurden beim Land Hessen gestellt.

„Ich habe eine funktionierende Wehr übernommen“, zog Vellmars neuer Stadtbrandinspektor Andreas Pioch (44) nach sechs Monaten im Amt eine positive Bilanz. Er und sein Stellvertreter Johannes Zelmer (32) hatten seinerzeit die Ämter von Wolfhard Eidenmüller und Michael Riese übernommen.

Der Übungsturm, ein Projekt, das noch unter Eidenmüller angestoßen worden war, soll die Fassade eines Hauses simulieren. Das sei nötig, um zum Beispiel Abseilübungen und die Arbeit mit der Drehleiter trainieren zu können, erläuterte Pioch. Auch die Verlegung von Schläuchen in Treppenhäusern kann mit dem neuen, 14,50 Meter hohen Turm geübt werden.

Die Stahlkonstruktion soll ein jahrelanges Provisorium beenden: Bis zu Beginn des Umbaus des Gebäudes der Berufsfeuerwehr Kassel konnten die Vellmarer dort trainieren, danach musste man nach Fuldatal ausweichen.

Sind zufrieden: Stadtbrandinspektor Andreas Pioch (von links), sein Stellvertreter Johannes Zelmer und Bürgermeister Dirk Stochla vor dem in die Jahre gekommenen Rüstwagen, der ausgemustert wird. Foto: Wewetzer

Aus dem Rahmen des modernen Fuhrparks der Vellmarer Wehr fällt der Rüstwagen. Mit Baujahr 1988 sei er „nicht mehr auf dem aktuellen Stand“, betonte der Stadtbrandinspektor.

Die Stauflächen für die Geräte bei technischen Hilfeleistungen wie zum Beispiel Unfällen seien ausgereizt, die Motorleistung sei zu schwach. Aber gerade wegen der immer sicherer gebauten Autos steige der Bedarf an passendem Gerät, um eingeklemmte Menschen zu befreien. Inzwischen gibt es für die neuen Autotypen eine spezielle Software, die anzeigt, wo das Rettungsgerät angesetzt werden muss. 75 000 Euro werden im neuen Vellmarer Haushalt auch für den Digitalfunk veranschlagt. Dabei geht es um 30 tragbare und zwölf fest eingebaute Geräte plus die Funkmelder für die Alarmierung.

Von Stefan Wewetzer

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