Ab Donnerstag Blindgänger-Suche

Beim Umbau der Kirchbaunaer Straße entsteht ein neuer Stadteingang

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Wichtige Achse: Die Kirchbaunaer Straße wird umgebaut. Auch der angrenzende Parkplatz soll ein völlig neues Gesicht bekommen und den Blick Richtung Innenstadt freigeben. Fotos: Kühling

Baunatal. Die Neugestaltung der Baunataler Innenstadt geht in die nächste Runde. Ab Donnerstag wird die Kirchbaunaer Straße zwischen Scirocco-Kreisel und Im Wiesental gesperrt und bis Ende des Jahres umgebaut.

Auch der an die Shell-Tankstelle angrenzende Parkplatz entlang der Marktstraße, der vielen Besuchern der City als erster Anlaufpunkt dient, soll ein völlig neues Gesicht erhalten.

1,3 Millionen Euro investiert die Kommune laut Stadtsprecher Thomas Briefs in den Umbau. 380.000 Euro kommen vom Land Hessen. Die Kirchbaunaer Straße wird in diesem Abschnitt künftig einspurig. In der Mitte zwischen den beiden Fahrbahnen wird - wie bereits auf der neuen Friedrich-Ebert-Allee - ein Mehrzweckstreifen angelegt. An den Rändern der Straße soll es teilweise Parkplätze geben.

Die Kirchbaunaer Straße solle sich zu einem Boulevard entwickeln, an dem auch die anliegenden Geschäfte eine besondere Rolle spielen, sagt Briefs. Die Arbeiten seien insgesamt ein Baustein zum Umbau der Innenstadt. Entsprechend soll sich auch der angrenzende Parkplatz präsentieren. Unter dem Titel „Stadteingang Ost“ entstehe inmitten der Parkflächen ein kleinerer Marktplatz mit Pflanzen und Sitzgelegenheiten. „Die Fußgängerzone wird bis dorthin erweitert“, erläutert der Stadtsprecher das Konzept des neuen Stadteingangs.

Den Auftakt der Arbeiten erledigt allerdings nicht eine Baufirma. Am Donnerstag ist der Kampfmittelräumdienst in dem Abschnitt aktiv. Ab 10 Uhr wird das gesamte Areal nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg abgesucht. „Dazu dürfen auch auf dem Parkplatz keine Autos mehr stehen“, sagt der Stadtsprecher.

Damit der Umbau der Kirchbaunaer Straße zügig über die Bühne gehen kann, hat sich die Stadt für eine Vollsperrung entschieden. Autofahrer müssen die Innenstadt deshalb über die Theodor-Heuss-Allee, die Rudolf-Diesel-Straße und die Friedrich-Ebert-Allee weiträumig umfahren. Die Zufahrt zur Shell-Tankstelle und zum Friedhof bleibe aber weiterhin möglich, so Briefs.

Der geplante Umbau findet auf einer Länge von 206 Metern statt. Der Baubereich ist 24 Meter breit. Rad- und Fußwege messen in der Breite fünf Meter.

Im Rathaus blickt man indes schon auf weitere Pläne. Anschließen an den neu geschaffenen Boulevard soll sich der Umbau der Heinrich-Nordhoff-Straße. Dazu, so Briefs, seien aber die Beschlüsse in den städtischen Gremien noch nicht gefasst.

Von Sven Kühling

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