Bürgermeister sieht keine Beschleunigungschance

Großenritte: Umgehung bleibt in weiter Ferne

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Baunatal-Großenritte: Umgehung bleibt in weiter Ferne

Baunatal. Eine Verlängerung der Umgehung Großenritte in Richtung Niedensteiner Straße, um den westlichen Teil des Stadtteils vom Verkehr zu entlasten, bleibt weit entfernt.

Auch vor dem Hintergrund, dass das Land Hessen ein zweites Programm zur Vorfinanzierung aufgelegt hat. Dieser Meinung ist Bürgermeister Manfred Schaub. „Ich sehe keine Beschleunigungschance“, sagt er.

Das Land hat mit dem Haushaltsgesetz 2013/2014 Kim II geschaffen, die Abkürzung steht für Kommunales Interessenmodell. Es besagt, dass Kommunen das Geld für den Bau einer Landesstraße vorlegen können – so wie es Baunatal im Falle des ersten Teils der Großenritter Umgehung getan hat, die 2008 fertig wurde. Bei Gesamtkosten von 3,25 Mio. Euro streckte die VW-Stadt damals knapp 2,93 Mio. Euro vor, von denen ein Fünftel zurückgezahlt ist.

Mit Kim II, das 55 Mio. Euro umfasst, hat das Verkehrsministerium eine Prioritätenliste für 2013 und 2014 verbunden. Darin stehen zwölf Ortsumgehungen, aus der Region zwei im Raum Breuna (Landkreis Kassel) und eine in Felsberg (Schwalm-Eder-Kreis). Ab 2020 erhalten die Kommunen das vorgelegte Geld in zehn Jahresraten zurück.

Für Großenritte bestehe noch gar kein Planungsrecht, sondern nur eine vage Route des weiteren Verlaufs der Umgehung, sagt Rathauschef Schaub. Er rechnet zudem damit, dass es nicht einfach sein werde, eine geeignete Trasse zu markieren, denn man müsse die Bürger in den nahen Wohnquartieren einbeziehen („Das wird nicht einfach.“).

Schaub gibt ferner zu bedenken, dass der Leidensdruck wegen fehlender Umgehungsstraßen in anderen Orten sicher noch etwas größer sei als in Großenritte: „Da muss man Realist sein.“

Zunächst hat der Baunataler Magistrat an den Zweckverband Raum Kassel und Hessen Mobil, die Straßenverkehrsbehörde des Landes, geschrieben. Es ist der erste Schritt zu einer möglichen Verlängerung, so wie es das Stadtparlament im Dezember beschlossen hatte. Wenn irgendwann Planungsrecht bestehe, es dann ein Kim-Programm gebe und Baunatal weiter gut gestellt sei, könne man auch über Vorfinanzierung reden. Schaub: „Das ist dann immer noch eine Option.“

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