Umgestaltung Vellmarer Stadtzentrum: 250 Zuhörer kamen zur Bürgerversammlung

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Gut gefüllt: 250 Vellmarer kamen am Mittwochabend zur Bürgerversammlung mit Experten zum Thema Umgestaltung des Vellmarer Stadtzentrums ins Bürgerhaus Obervellmar.

Vellmar. Architekt und Stadtplaner Michael Bergholter brachte am Mittwochabend in der Bürgerversammlung zur Umgestaltung des Vellmarer Stadtzentrums die Dimension des Unternehmens auf den Punkt: „Das ist eine Operation am lebenden Herzen.“

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Wo in Zukunft das Skalpell angesetzt werden soll, das erläuterten die Experten der von der Stadt beauftragten Planungsgruppen den 250 Besuchern im Bürgerhaus Obervellmar.

Wie komplex das Thema ist, zeigte die Tatsache, dass die Referenten mit ihren Ausführungen zu den einzelnen Themen schnell in Zeitverzug gerieten und die Diskussion und Fragerunde mit den Besuchern auf sich warten ließ. Die Sanierung des Rathauses und der Abriss und Neubau des maroden Parkdecks waren zu Beginn die bestimmenden Themen.

Bessere Wärmedämmung, flexiblere Raumaufteilung, optische Neugestaltung der Außenfassade und als ganz wichtige Punkte die Optimierung des Eingangsbereichs und die großzügige Entkernung des Innenraumes waren die Eckpunkte für die Rathaussanierung. Sie wird von den Planern mit knapp 10,3 Millionen Euro kalkuliert. Dazu kämen Kosten von rund 2,5 Millionen Euro für ein neues Parkdeck mit Aufzug und 170 Stellplätzen.

In der Diskussion im Saal ging es danach um den Zeitrahmen zur Umsetzung dieser Projekte und die Verkehrssituation im Mittelring nach einem Neubau des Einkaufszentrums mit weiteren 320 Parkplätzen.

Hans-Jürgen Breidenstein wies im Namen der Kaufleute vom Rathausplatz auf die Umsatzeinbußen durch den Straßenbahnbau hin und forderte nach Fertigstellung der Tram, „dass bis 2012 erst einmal Ruhe einkehrt“, bevor mit der Umsetzung des Masterplanes begonnen werde. Das könnte jedoch bedeuten, dass der Zeitplan für den Abschluss der Projekte Rathaus und Parkdeck bis zum Hessentag 2013 eng wird. Aber die Planer versicherten, wenn alles klappt, mit 14 Monaten Bauzeit auskommen zu können.

Andere wiesen auf die jetzt schon prekäre Verkehrssituation im Mittelring hin. „Zunehmender Pkw-Verkehr im Zentrum, plus Straßenbahn plus vier Buslinien - wie soll das funktionieren?“, fragte ein Bürger. Bürgermeister Dirk Stochla brachte als Variante ins Spiel, dass ein Teil der rund 300 Menschen, die im Stadtkern arbeiten, später mit der Tram ins Zentrum fahren soll. Mit der KVG wolle er über attraktive Konditionen sprechen. Dass beim Thema Verkehrslenkung später noch Feinplanungen notwendig seien, räumten auch die Experten ein, die darauf hinwiesen, dass der Masterplan ja keine zementierte Planung sei, sondern „eine Vision mit Bodenhaftung“.

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