Nach Unfall bei Fuldatal

Mangelnde Hilfsbereitschaft? Bahn weist Vorwurf gegen Busfahrer zurück

Brennendes Auto: Ersthelfer kritisierten mangelnde Hilfsbereitschaft eines Busfahrers, der am Unfallort war. Archivfoto: nh

Fuldatal. Harsche Vorwürfe gegen einen Busfahrer erhoben zwei Ersthelfer kürzlich nach einem Unfall zwischen Rothwesten und Holzhausen in unserer Zeitung. Nun weist die Deutsche Bahn die Kritik zurück:

Der Fahrer eines Busses der RKH-Linie 40, der mit seinem Fahrzeug ebenfalls am Unfallort zwischen Rothwesten und Holzhausen gewesen sei, habe Hilfe verweigert und sei einfach weitergefahren, als die Ersthelfer den Fahrer um einen Feuerlöscher für das brennende Fahrzeug gebeten hätten. So lautete der Vorwurf der beiden Ersthelfer. Sein Argument sei gewesen: Er habe keinen Feuerlöscher dabei.

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Dem widerspricht die Deutsche Bahn nun. Man habe den Busfahrer befragt, und demnach habe sich der Vorfall wie folgt dargestellt, heißt es in einer Pressemitteilung: Der Busfahrer habe den Unfall bemerkt, den Warnblinker betätigt und die Geschwindigkeit verringert. An der Unfallstelle habe er gestoppt und festgestellt, dass mindestens fünf Wagen am Unfallort angehalten hätten, erläuterte der Bahnsprecher.

Um die Rettungskräfte nicht zu behindern, habe der Fahrer entschieden, den Bus nahe der Unfallstelle abzustellen und Hilfe anzubieten. „Das Verhalten des Fahrers war umsichtig und verantwortungsbewusst“, heißt es in der Pressemitteilung der Bahn. Alle Aussagen hätten bestätigt, dass zum Zeitpunkt des Geschehens „genügend Ersthelfer vor Ort waren“.

Natürlich sei auch die gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung wie Warndreieck, Verbandkästen und Feuerlöscher vorhanden gewesen. (swe)

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