Neue Verbindungen mit Bahn und Bus – Vellmarer hatten Flut von Fragen an Experten von KVG und NVV

Umsteigen und Umdenken erforderlich

Edmund

Kann ich fahren wie bisher? Bekomme ich direkten Anschluss? Verlängert sich meine Fahrzeit? Die etwa 40 Zuhörer beim Infoabend der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) hatten am Donnerstagabend im Bürgerhaus Vellmar-West eine Flut von Fragen zum Start der Straßenbahn am 22. Oktober und den damit verbundenen Änderungen im Busverkehr.

Darüber informiere die KVG seit drei Wochen die Fahrgäste und solche die es werden wollen, sagte Projektleiterin Claudia Sauer gegenüber der HNA. Das Interesse und der Bedarf an Informationen seien groß.

Es gebe viele Vorteile und wenige Nachteile, sagte Martin Lometsch vom Verkehrsverbund NVV in Vellmar-West. Viele müssten sich allerdings umgewöhnen. Zu den Pluspunkten zählt die KVG, dass es künftig einen Stadtbus, die Linie 44, geben wird, die auch das Einkaufszentrum (Herkules) anfahren wird.

Positiv sei auch, dass die Anwohner rund um den Rheinstahlring künftig mit dem Bus im Viertelstundentakt zur Dörnbergstraße fahren können und dort Anschluss an die Tramlinie 1 erhalten. Das soll auch umgekehrt funktionieren. Fahrgäste müssten nirgends länger als zehn Minuten auf ihren Anschluss warten, hieß es.

Beim Umsteigen werden Passagiere in vielen Fällen umdenken müssen. Das löste bei einigen Zuhörern Skepsis aus. Wenn sie nach Waldau fahren wolle, müsse sie jetzt einmal mehr umsteigen und an der Ahnatalstraße in Kassel in die Buslinie 19 wechseln, sagte Ruth Vollmann. Sie hoffe, dass der Anschluss dort dann auch klappe. Ihr Mann Edmund findet gut, dass sich die Zahl der lauten Gelenkbusse halbiere. Er müsse nun aber bei einer Fahrt in die Stadt umsteigen. Bisher habe er durchfahren können, kritisierte er.

Christian Hartung (22) rechnet mit längeren Fahrzeiten zur Arbeit. Der junge Mann, der in Baunatal arbeitet, sagt: „Mal abwarten, ob das alles klappt.“

Petra Heiter ist skeptisch, ob die Busfahrer von Fremdfirmen, die nur im Auftrag der Verkehrsbetriebe fahren, den neuen Fahrplan in den Griff bekommen. Die hätten ihr bisher schon manchmal keine richtigen Auskünfte geben können.

Die KVG sei offen für Korrekturen, falls es nach dem Start der Tram Probleme gebe. Man habe dann sechs Wochen Zeit, um bis zum Wechsel auf den Winterfahrplan im Dezember Verbesserungen einzubauen, sagte Projektleiterin Sauer.

Am Donnerstag, 22. September, lädt die KVG ab 19 Uhr zu einem weiteren Informationsabend in das Hotel Regenbogen in Obervellmar ein. (pdi) Fotos: Dilling

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